Erstellt am 03. September 2012, 10:46

Arbeitslosigkeit stieg im August kräftig an. Die Wirtschaftskrise ist am Arbeitsmarkt angekommen. Im August stieg die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem August des Vorjahres um 6,1 Prozent auf 232.661 Arbeitslose. Das sind um 13.414 Personen mehr als noch vor einem Jahr. Dramatisch ist die Situation bei den Langzeitarbeitslosen, hier gab es ein Plus von über 20 Prozent.

Ebenfalls stark zugenommen hat die Zahl der Arbeitslosen mit einer Beeinträchtigung (plus 16,7 Prozent). Auch bei Ausländern gab es einen starken Anstieg (plus 13,2 Prozent), während der Zuwachs bei den Jugendlichen im Gesamtvergleich moderat ausfiel (plus 3,2 Prozent).

Besonders hart erwischt hat es die Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen, hier gab es im Jahresvergleich um 11,4 Prozent mehr Arbeitslose. Schlecht schaut es auch beim angeblichen Jobmotor Gesundheitsberufe aus (plus 9,0 Prozent). Weit besser haben es hier die produzierenden Berufe mit einem leichten Zuwachs der Arbeitslosenrate um 2,8 Prozent. Die Arbeitslosigkeit steigt in allen Bundesländern, am stärksten in Oberösterreich (plus 7,8 Prozent), am wenigsten in Vorarlberg (plus 3,5 Prozent).

Wie in schlechten Zeiten üblich hat auch die Zahl der Schulungsteilnehmer zugenommen (plus 4,3 Prozent). Damit waren zusätzlich zu den 232.661 Arbeitslosen noch 56.562 Personen in Schulung. Dem standen 31.494 gemeldete offene Stellen gegenüber. Ihre Anzahl ist im August um zwei Prozent zurück gegangen. Rückläufig war auch die Zahl der Arbeitssuchenden mit Einstellungszusage (minus 11,3 Prozent).

Sozialminister Hundstorfer verwies darauf, dass die Arbeitslosigkeit im August im Vergleich zum Vormonat Juli gebremst und die Beschäftigung weiterhin stark gestiegen sei. Vor allem Industrie, Handel, Tourismus und der Bau hätten zuletzt die Zahl der Arbeitskräfte erhöht.