Erstellt am 23. Oktober 2012, 15:55

Architektur aus Japan im Burgenland. Baukunst und -kultur aus dem Land der aufgehenden Sonne bringen international bekannte Architekten aus Japan ins Burgenland.

 |  NOEN
Im Rahmen des vom in Japan arbeitenden Autor und Fotografen Roland Hagenberg initiierten "Raiding Project" sollen im Geburtsort von Franz Liszt zehn Bauten als "bewohnbare Kunstwerke" entstehen. Das erste Projekt, das "Storchenhaus" des Stararchitekten Terunobu Fujimori, wird kommenden Samstag eröffnet.

Bereits im Frühjahr 2011 hatte Fujimori in Raiding Bäume für das Bauwerk ausgesucht, das auf zwei Ebenen 37 Quadratmeter Platz bietet. Im unteren Teil befindet sich ein Raum mit einem offenen Kamin, in den auch Küche, Dusche und Toilette integriert sind. In der oberen Etage liegt der Schlafraum mit zwei japanischen Foutons.

Ein Eichenstamm, der in 13 Metern Höhe ein Storchennest trägt, durchdringt das aus Schilf gefertigte Dach. Die schwarze Fassade besteht aus verkohltem Holz, dessen Bretter nach einer traditionellen japanischen Methode angebrannt wurden.

Ein Garten vor dem Haus kann für Veranstaltungen genützt werden. Für die Erhaltung des Kunstwerkes sollen die Einkünfte aus den Übernachtungen sorgen.

Am "Raiding Project" sind zehn japanische Architekten beteiligt, unter ihnen auch Pritzker-Preisträger Ryue Nishizawa. Die Umsetzung betreut das Ingenieursbüro Woschitz Engineering. Zur Eröffnung am Samstag wird auch der japanische Botschafter erwartet.