Erstellt am 03. Februar 2014, 13:44

Bundesheer plant wieder Mahnwache am 8. Mai. Während Burschenschafter mit Plänen für einen Marsch im Mai für Aufregung sorgen, bereitet das offizielle Österreich auch heuer wieder Gedenkveranstaltungen zum 8. Mai, dem Tag des Endes des Zweiten Weltkriegs, vor.

Das Bundesheer plant am Heldenplatz vor der Krypta erneut eine Mahnwache für die Opfer des NS-Regimes. Auch ein "Fest der Freude" mit den Symphonikern soll es wieder geben. Jahrelang war das "Totengedenken" der rechten Burschenschafter am 8. Mai vor der Krypta Anlass für Proteste gewesen. Im Vorjahr hatte dann Verteidigungsminister Gerald Klug das Bundesheer dorthin entsandt, um der Opfer des Faschismus zu gedenken. "Für einschlägige Gruppen darf es keinen Platz geben, schon gar nicht auf dem Heldenplatz", hatte Klug die Initiative begründet. Und auch heuer wird es die Mahnwache wieder geben, bestätigte sein Sprecher am Montag, von 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr werden "zwei Doppelposten plus Kommandant" Stellung beziehen.

Auch das abendliche "Fest der Freude", das 2013 ebenfalls eine Premiere erlebt hatte, soll dieses Jahr wiederholt werden. Geplant ist wie im Vorjahr ein Konzert der Symphoniker mit Ansprachen der Spitzen der Republik und von Zeitzeugen. Das Mauthausen Komitee, von dem die Initiative ausgeht, war vorerst für nähere Informationen nicht zu erreichen.

Keine Details zu Burschenschafter-Marsch

Details zum "Spaziergang", wie die deutschnationalen Burschenschafter den Marsch im Mai nennen, gibt es indes noch nicht. Bei der Polizei hat man ebenfalls noch keine Kenntnis von allfälligen angemeldeten Aktionen, was allerdings so früh vor der Veranstaltung auch ungewöhnlich wäre. Andreas Mölzer, FPÖ-Spitzenkandidat bei der EU-Wahl, die ja auch im Mai stattfindet, ging am Montag davon aus, dass die Veranstaltung "sicher friedlich sein wird": "Sollten irgendwelche Verrückten da dagegen demonstrieren und wieder gewalttätig sein, bitte dann wissen ja die Menschen auch ganz genau, wer da die Schuld daran hat", sagte er im ORF-"Mittagsjournal" in Hinblick auf die jüngsten Ausschreitungen rund um den Akademikerball.

Nachteile für seine Partei beim Europa-Urnengang erwartet er nicht, denn die habe mit dem Marsch nichts zu tun: "Das ist ein Verein, der machen kann, was er will, solang das im gesetzlichen Rahmen ist. Das geht mich nichts an, ich bin dort nicht Mitglied und es geht die FPÖ nichts an und wir sind die letzten, die Vereinen vorschreiben, was sie zu machen haben."