Erstellt am 21. Oktober 2013, 12:21

Bundesheer präsentiert sich erstmals an drei Tagen. Am Nationalfeiertag am Samstag präsentiert sich das Bundesheer zum 18. Mal mit der traditionellen Leistungsschau am Heldenplatz.

Am Montagvormittag sind bereits die Hubschrauber des Bundesheers am Heldenplatz gelandet. Verteidigungsminister Klug informierte am Montag über die Aktivitäten am Nationalfeiertagswochenende. "Die modernen Streitkräfte müssen einen Platz in der Mitte der Bevölkerung haben", sagte Klug. Er betrachte es als eine seiner zentralen Aufgaben, die Leistungen des Bundesheers in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Im Rahmen der Leistungsschau unter dem Bundesheer-Motto "Schutz und Hilfe" werden an erstmals drei Veranstaltungstagen, von 25. bis 27. Oktober, bis zu 800.000 Besucher erwartet. Rund 500 Soldaten informieren auf zehn Themeninseln über die Tätigkeiten des Bundesheers. Den Höhepunkt stellt die Angelobung von über 1.000 Rekruten dar.

Kranzniederlegungen zum Auftakt

Der Nationalfeiertag startet traditionell mit drei Kranzniederlegungen im Weiheraum und in der Krypta am äußeren Burgtor: um neun Uhr durch den Bundespräsidenten, um 9.30 Uhr durch die Bundesregierung und um zehn Uhr durch die Opferverbände. Der Tag sei ein wichtiger Anlass, um an "die unvorstellbaren und grauenvollen Verbrechen des Nationalsozialismus zu erinnern", sagte Klug.

Die Leistungsschau sei eine willkommene Gelegenheit zu zeigen, dass die österreichischen Streitkräfte "laufend modernisiert" würden, meinte Klug. So wird eine Aufklärungsdrohne der neuen Drohnensysteme präsentiert, die das Heer heuer anschaffen wird. Auch der Entminungsdienst, der seit Anfang des Jahres im Verteidigungsministerium angesiedelt ist und im Jahr 2013 bisher 750 Einsätze absolviert hat, stellt sich vor. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Jagdkommandos startet ein Soldat am Freitag einen Weltrekordversuch im Bungee-Jumping.

Spektakuläre Vehikelschau

Am Montagvormittag sind als Vorbote der Veranstaltung bereits die sechs Hubschrauber des österreichischen Bundesheers, darunter zwei Black Hawks, am Heldenplatz in Wien gelandet. In den kommenden Tagen werden weitere Ausstellungsstücke folgen, darunter ein neues Pionierboot und Panzer. Bis Donnerstag soll der Aufbau abgeschlossen sein.

Angesprochen darauf, ob er in einer neuen Bundesregierung weiterhin als Verteidigungsminister tätig sein werde, verwies Klug darauf, dass personelle Entscheidungen erst am Schluss getroffen würden, zunächst stünden Sachthemen im Vordergrund. Sollte Bundeskanzler Faymann ihn fragen, werde er jedenfalls für den Posten zur Verfügung stehen. "Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich mich als Verteidigungsminister sehr wohlfühle", sagte Klug.