Erstellt am 31. Januar 2012, 12:36

Burgenland geht mit Pflegeplatzbörse online. Mit einem Klick gibt es im Burgenland ab sofort einen Überblick über die Kapazitäten in Altenwohn- und Pflegezentren.

Die sogenannte Pflegeplatzbörse wurde am Dienstag von Soziallandesrat Peter Rezar (S) in Eisenstadt präsentiert. Bei der Erstellung habe man überraschenderweise festgestellt, dass es "österreichweit eigentlich kein vergleichbares System dieser Art gibt, wo sich der Bürger auf einfache und rasche Weise informieren kann, wo gibt es entsprechende Pflegemöglichkeiten in seinem Bundesland", teilte der für die Umsetzung verantwortliche Mitarbeiter der Stabsstelle EDV, Franz Koch, mit.

Im Burgenland lebt der überwiegende Teil der älteren Menschen in ihren Häusern und Wohnungen, diese seien jedoch nur zu einem Bruchteil auch entsprechend altersgerecht ausgestattet, erklärte Rezar. Derzeit gibt es in dem östlichsten Bundesland 45 Altenwohn-und Pflegezentren. Man habe sich seitens des Landes "sehr bewusst für ein Modell einer möglichst wohnortnahen Versorgung entschlossen", so der Soziallandesrat.

Dementsprechend bunt - versehen mit grünen Fähnchen für frei und roten für belegt - präsentiert sich die "Pflege-Landkarte" im Internet ( http://www .burgenland.at). Einen Überblick über die Kapazitäten in den einzelnen Einrichtungen gibt es aber auch in alphabetischer Reihenfolge, geordnet nach dem Ort oder bezirksweise. Außerdem können bestimmte Häuser auch mittels Suchfeld aufgerufen werden. "Unser wesentliches Ziel war, dass das System einfach zu bedienen ist", erläuterte Koch.

Die Pflegeplatzbörse soll in Zukunft sowohl den Pflegebedürftigen als auch deren Angehörigen die Möglichkeit bieten, sich darüber zu informieren, "wo es freie Plätze gibt, wo freie Kapazitäten vorhanden sind. Egal ob es sich um eine Langzeitpflege oder um eine Kurzzeitpflege bzw. um eine entsprechende Tagesbetreuung handelt", sagte Rezar.

Die Seite bzw. die Anzahl der freien Plätze werden von den Einrichtungen selbst aktualisiert. Sowohl für die Pflegebedürftigen als auch für die Altenwohn- und Pflegezentren könne man von einer "Win-Win"-Situation sprechen, so Karl Pinter, Stabsstellenleiter EDV. Für Personen, die keinen Internetzugang haben, können sämtliche Informationen auch telefonisch unter 057600/2326 beim Amt der Burgenländischen Landesregierung eingeholt werden.