Erstellt am 20. November 2012, 10:30

Chefs werden auf Facebook und Co eher gemieden. So sorglos, wie oft der Eindruck entsteht, gehen die Österreicher nicht mit Wortmeldungen in Social Networks wie Facebook, twitter und Co um. Nur zwei Prozent der Arbeitnehmer sind laut Umfrage der Meinung: "Ist doch egal wer was liest" und haben demnach auch vorbehaltlos Kollegen und Chefs als "Freunde". Die Vorgesetzten kennen weniger Scheu, acht Prozent sind auch mit Mitarbeitern befreundet.

Mehr als 2,8 Mio. Österreicher haben ein Facebook-Profil, 95.000 sind auf Twitter. Laut aktueller Umfrage der Linzer Online-Jobbörse karriere.at unter 519 Arbeitnehmern und 276 Unternehmensvertretern bleibt dabei etwa ein Viertel ausschließlich privat und kann sich nicht vorstellen, mit dem Chef oder Kollegen bzw. Mitarbeitern befreundet zu sein. Rund die Hälfte der Befragten differenziert und lädt ausgewählte Personen aus dem Arbeitsumfeld in ihr soziales Netzwerk. Knapp unter 20 Prozent gaben an, ohnehin auf ihre Wortmeldungen zu achten: Also sei es auch kein Problem wenn Bosse, Mitarbeiter oder Kollegen mitlesen.

Lediglich zwei Prozent der Arbeitnehmer und acht Prozent der Vorgesetzten sind vorbehaltlos mit Menschen aus dem Jobumfeld befreundet, nach dem Motto "Was soll schon passieren?". Es sollte auf alle Fälle immer bedacht werden, dass Social Networks wie kommunikative Verstärker wirken. "Jedes Posting ist quasi ein Pinselstrich, der zum Selbstbild im Social Web beiträgt. Gerade wenn man mit Kollegen und Vorgesetzten befreundet ist, sollte man bedenken, dass man das damit gezeichnete Bild nicht nur privat, sondern auch im Job verkaufen können muss", so karriere.at-Geschäftsführer Jürgen Smid. "Die Umfrageergebnisse verdeutlichen sehr gut, dass Facebook, Twitter & Co. bestimmender Teil der Alltagskultur geworden sind und der Großteil der User auch kompetent und verantwortungsvoll agiert."