Erstellt am 07. November 2015, 13:12

Das Burgenland feiert Martini. Gansl, Weinsegnung und Laternenumzug: Die Zeit um den 11. November steht im Zeichen des Landespatrons, des Hl. Martin.

Durch die natürliche und tiergerechte Haltung können die Weidegänse zu köstlichen Martini-Gänsen heranwachsen. 4.500 werden auf den Wiesen des Südburgenlandes gehalten, weitere 1.500 im Nordburgenland.  |  NOEN, BVZ
Die Verehrung des Hl. Martin als Landespatron schlägt sich heute vor allem in Ritualen wie dem „traditionellen“, im Burgenland allerdings früher völlig unüblichen Verzehr von Martinigänsen nieder. Gegenwärtig werden rund 4.500 Weidegänse auf den Wiesen und Weiden des Südburgenlandes gehalten.

Der Gänsebestand im gesamten Burgenland liegt bei etwa 6.000. Seit dem 23. Oktober ist auch die Gansl-Saison gestartet. „Vor 40 Jahren haben die burgenländischen Wirte mit der Tradition begonnen. Gans ist ein wichtiges Thema im Herbst, fast mehr als Wild“, sagt Franz Perner, von der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer.

Martiniloben: 400 Winzer öffnen ihre Keller

Auf Vorbestellung gibt es die Gansl-Gerichte mittlerweile bis Mitte Dezember. Ein alter Brauch der Winzer ist das Martiniloben, das mittlerweile vor allem rund um den Neusiedler See zelebriert wird. Hier öffnen rund 400 Winzer ihre Keller. „Um den 11. November haben die Jungweine die nötige Reife, um probiert zu werden. Deshalb finden auch da die Weintaufen statt und man darf beim Anstoßen das erste Mal Prost oder zum Wohl sagen“, erklärt Weinbauberater Daniel Pachinger.

Nicht wegzudenken aus den burgenländischen Kindergärten ist der Laternenumzug, der laut Kindergarteninspektorin Kornelia Berlakovich überall gefeiert wird: „Es geht hier vor allem darum, den Kindern Nächstenliebe und die Wertschätzung des Anderen zu vermitteln, wie es der Hl. Martin vorgelebt hat.“

BVZ-Martini: Preise für große Leistungen

Bereits zum vierten Mal ehrt die BVZ herausragende Leistungen in den Bereichen Wirtschaft, Engagement, Kultur, Sport und „Unsere Zukunft“ mit dem Martinipreis. Eine hochkarätige, unabhängige Jury hat die diesjährigen Gewinner in den einzelnen Kategorien gekürt – in der kommenden Ausgabe der BVZ werden sie präsentiert.

Seit dem Jahr 2012 werden verdiente Persönlichkeiten des Landes und herausragende Projekte mit dem BVZ-Martini vor den Vorhang geholt. In die Liste der Preisträger vergangener Jahre reihen sich rund um den Martinitag weitere bekannte Namen ein. Die 30 Zentimeter hohe Auszeichnung ist auch ein echtes Kunstwerk: Von Sepp Laubner exklusiv für die BVZ entworfen, symbolisiert die Glas-Skulptur die Sage vom Heiligen Martin.

Den Preisträgern wird damit für ihren Einsatz im Namen des Landes gedankt, ihre Arbeit wird auch der großen Leserfamilie präsentiert. „Der Preis ist eine Anerkennung für ganz besondere Leistungen“, fasst Erster Chefredakteur und NÖ-Pressehaus-Geschäftsführer Harald Knabl zusammen. BVZ-Leiter Markus Stefanitsch: „Die positive Resonanz der Vorjahre zeigt, dass die BVZ mit dem Martinipreis einen wichtigen Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Burgenland leistet.“