Erstellt am 17. Februar 2016, 10:20

von Michael Pekovics

Ein Bummerl für Alle. Nach der Faschingszeit finden allerorts die beliebten Preisschnapsen statt. Beschrieben wurde das Spiel bereits im Jahr 1715.

Foto: Lexi  |  NOEN, Lexi Horvath
„Zuadraht is´“ – so tönt es derzeit von den Stammtischen der Region. Aber nicht nur in der Fastenzeit ist das weitläufig als „Schnapsen“ bekannte Kartenspiel beliebter Zeitvertreib, auch zu Hause wird das eine oder andere „Bummerl“ ausgespielt.

Schnapsen heißt: „Mit Trumpf stechen“

Das Wort „Schnapsen“ (ungarisch: „Snapszer“) leitet sich von „schnappen“ ab, das heißt „mit dem Trumpf stechen“. Häufig wird der Name aber auch darauf zurück geführt, dass früher oft um Getränke, also eben Schnaps, gespielt wurde.

In welchem Land das Kartenspiel seinen Ursprung hat, darüber scheiden sich die Geister. Während die einen das deutsche Paderborn als Geburtsort des Schnapsens bezeichnen (im Jahr 1652), sind andere Historiker der Ansicht, dass die erste Beschreibung des Spiels in Leibzig geschrieben wurde – im Jahr 1715 und mit dem Namen „Mariage“. Interessanterweise gibt es in Tschechien tatsächlich das dem Schnapsen verwandte „Mariás“, die Namensgleichheit ist unverkennbar.

Neben dem Zweier- gibt es auch noch das Dreier- („Talonschnapsen“) und Vierer-Schnapsen („Bauernschnapsen“). Letzteres ist vor allem bei uns in Österreich sehr beliebt. Um Preise geschnapst wird allerdings meist in der Zweiervariante – da muss man dann den Gewinn auch nicht teilen.

Rechtliches

Nach österreichischem Recht zählt Schnapsen − im Gegensatz zu den verschiedenen Poker-Varianten − nicht als Glücks-, sondern als Geschicklichkeitsspiel.