Erstellt am 05. November 2013, 11:44

Ein Drittel im Job laut AK hoch belastet. Dass die Belastungen am Arbeitsplatz zunehmen - fast ein Drittel spricht von hoher und sehr hoher Belastung - und nur die wenigsten Arbeitgeber gegensteuern, wird durch eine Studie im Auftrag der Arbeiterkammer Steiermark belegt.

Dabei mache sich jeder in Gesundheitsförderung investierte Euro drei- bis siebenfach bezahlt, so AK-Präsident Josef Pesserl am Dienstag bei der Präsentation. Seitens der steirischen AK sei man dabei, die Überzeugungsarbeit zu intensivieren. Nach den Ergebnissen der Studie (bmm, 1.002 Telefoninterviews, repräsentativ) sind zwar 90 Prozent der Arbeiter und Angestellten mit ihrem Job zumindest zufrieden, knapp 31 Prozent sehen sich aber einer hohen und sehr hohen Belastung ausgesetzt.

An den angeführten Faktoren sehe man deutlich, wie sich die Arbeitswelt verändert habe, so bmm-Geschäftsführerin Claudia Brandstätter: Fast ein Viertel nannte Zeit- und Termindruck als belastend, eine ebenso große Gruppe empfindet, dass die "geistigen Belastungen" in den vergangenen Jahren gestiegen seien. Hingegen bewerteten jeweils nur rund sieben Prozent körperliche Anstrengung und Leistungsdruck sowie nur rund sechs Prozent Umfeldbedingungen und Betriebsklima als belastend.

Mehr Gesundheitsförderung durch die Betriebe

Rund drei Viertel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betreiben von sich aus Aktivitäten zum Belastungsabbau (v.a. Sport), wohingegen diesbezüglich vonseiten der Arbeitgeber wenig kommt und fast 70 Prozent - und da vor allem kleinere Betriebe - keinerlei Aktivitäten setzen. Und dies dürfte sich nach Ansicht der Befragten auch so rasch nicht ändern.

Hier hakt die Arbeiterkammer ein: Pesserl, langjähriger steirischer Gebietskrankenkassen-Chef, wünscht sich viel mehr ganzheitliche und nachhaltige Gesundheitsförderung durch die Betriebe, wobei die AK Beratung und Begleitung anbiete. Durch weniger Krankenstände, besseres Betriebsklima, mehr Motivation, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit mache sich jeder investierte Euro mehrfach bezahlt.