Erstellt am 30. Januar 2013, 12:14

Einer von hundert Österreichern ist "Finanzzocker". Rund zwei Drittel der Österreicher informieren sich über die aktuelle Finanzkrise. Sie sind aber unschlüssig, wie die weitere Entwicklung aussehen könnte.

Sparprodukte und Immobilien werden als sicherste Spar- und Anlageform erachtet; Frauen sparen eher beim Konsum als Männer, zeigt der aktuelle Finanz- und Eurobarometer des Marktforschers GfK Austria. Jeder Hundertste gilt als "Zocker". Das schwierige Wirtschafts- und Finanzumfeld bringt die Österreicher laut Befragung kaum aus der Ruhe - obwohl drei Viertel der Befragten angeben, die Finanzkrise wirke sich auf ihre persönliche Situation aus. In Reaktion darauf, werden hauptsächlich Freizeitausgaben - für Urlaub, Gasthaus, Theater, Kino - zurückzufahren.

Nicht so bei den Anlageprodukten: Knapp drei Viertel geben gleichzeitig an, hierbei einfach einmal abzuwarten. Nur jeder Zehnte versucht laut Befragung, seine Anlagen in weniger risikoreiche - damit ertragsschwächere - Formen abzuwandeln. Einer von Hundert darf laut GfK als "Zocker" bezeichnet werden: Er versucht derzeit, sein Kapital in riskantere Anlagen umzuschichten.

Eine leichte Krisenentspannung kann im Vergleichswert der Befragung zu jener von vor einem Jahr herausgelesen werden: Gaben im Vorjahr noch 50 Prozent an, ihre Veranlagung werde sich in naher Zukunft negativ entwickeln, so sind es aktuell "nur mehr" 36 Prozent der Befragten gewesen.

Insgesamt stünden die Österreicher der zukünftigen Entwicklung indifferent gegenüber. Männer sind gegenüber der Zukunft allgemein leicht positiver eingestellt als Frauen. Männer und die Gruppe der 15- bis 29-Jährigen glauben eher daran, künftig noch Geld auf die hohe Kante zu bringen als Frauen und über 60-Jährige. "Allgemein ist zu beobachten, dass sich Ältere stärker von der Krise betroffen fühlen, sich stärker bei den Ausgaben einschränken und auf weniger risikoreiche Anlageprodukte setzen", erklärt Matthias Fischerlehner von GfK Österreich.