Erstellt am 23. Juli 2012, 13:07

Erster Volkskulturpreis wird vergeben. Im Burgenland ist ein neuer Preis ins Leben gerufen worden: Am 14. Oktober soll zum ersten Mal der burgenländische Volkskulturpreis verliehen werden.

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Gewürdigt werden Gruppen, Einrichtungen, Institutionen, Projekte, aber vielleicht auch Einzelpersonen oder Museen, die unentgeltlich und mit viel Idealismus im Bereich der Traditionspflege tätig sind. Die Palette der möglichen Preisträger sei sehr bunt und vielfältig, so Landeshauptmann Hans Niessl (S) bei einer Pressekonferenz am Montag in Eisenstadt. Er wird den Preis im Herbst überreichen.

Die Volkskultur gelte als "Kultur der kleinen Leute", erklärte Sepp Gmasz, einer der bekanntesten Volkskundler des Burgenlandes und Mitglied der Fachjury. Diese "kleinen Überlieferungsträger", denen man unter anderem die Lieder-, Tänze- und Trachtenforschung zu verdanken habe, hätten keine Lobby, weil alles selbstverständlich passiere. "Deswegen ist es wichtig, dass man auch auf dieses kulturelle Erbe aufmerksam macht", sagte Gmasz. Und deswegen wolle man diesen Personen im Rahmen einer großen Veranstaltung den ersten burgenländischen Volkskulturpreis verleihen.

Dotiert ist der Preis mit insgesamt 6.000 Euro und wird in Form eines Würdigungspreises in der Höhe von 3.000 Euro und zwei Förderpreisen mit jeweils 1.500 Euro verliehen. Ein Bewerbungssystem werde es nicht geben, klärte Gmasz auf. Die Mitglieder der fünfköpfigen Jury werden einzeln Vorschläge machen und dann gemeinsam entscheiden. "Wir sehen einerseits den Bereich der Darbietungskultur als auszeichnungswürdig, das ist das Musizieren, das Singen, Tanzen, die Mundart, aber wir möchten den Bereich der Volkskultur auch erweitert sehen auf Dinge, die insgesamt mit dem kulturellen Erbe zu tun haben", sagte der Volkskundler. Der Preis soll jährlich verliehen werden.