Erstellt am 16. März 2016, 13:04

von NÖN Redaktion

Falstaff-Bestwertung für Gut aus dem Norden. Die 16.000 Mitglieder des FALSTAFF-Gourmetclubs haben gewählt. Mit fast 240.000 Bewertungen für 1.645 Restaurants in Österreich. Mit etlichen Überraschungen, Auf- und Abwertungen und sogar einem „Denkmal-Sturz“...

Max Stiegl vom Gut Purbach.  |  NOEN, Gut Purbach

So holten die FALSTAFF-TesterInnen den „Taubenkobel“ in Schützen (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) erstmals seit Jahrzehnten von seinem Siegerstockerl. Dafür gibt es nur mehr einen Österreich-Sieger, das Steirereck, das mit der Maximalpunktezahl von 100 Punkten eine Klasse für sich ist.

Bundesland-Sieger: Purbach überholt Schützen

Die größte Überraschung gab es im Burgenland. Die Falstaff-Tester stürzten den Taubenkobel in Schützen am Gebirge vom Stockerl.

"Zu instabil sind Küche und Service. Zu wenig klar die Linie des Restaurants. Zu volatil die Stimmung, die einem als Gast entgegenschlägt. Schade für Alain Weissgerber und Barbara Eselböck", so Falstaff in seiner Aussendung.

x  |  NOEN, zVg
Umso erfreulicher die Kür des neuen Burgenland-Siegers Max Stiegl vom Restaurant Gut Purbach.

"Der Virtuose von ausgefallenen Gerichten, z.B. im Innereien-Bereich, ist zwar in der Gesamtwertung punktegleich mit dem Taubenkobel, jedoch hat er einen Punkt mehr in der Küche und das ist nach dem Reglement entscheidend für den Bundeslandsieger", so Falstaff.
 

Die Besten des Burgenlands:



 

Die Bundesland-Sieger:

  • Wien: Restaurant Steirereck

  • Niederösterreich: Landhaus Bacher

  • Burgenland: Gut Purbach

  • Oberösterreich: Restaurant Verdi

  • Steiermark: T.O.M. Pfarrhof

  • Kärnten: Seerestaurant Saag

  • Salzburg: Döllerer & Obauer ex aequo

  • Tirol: Paznauner Stube Trofana Royal

  • Vorarlberg: Griggeler Stuba


Trend: Gesamterlebnis vor Sterneküche

Der Haupttrend 2016 in der Gastronomie ist die absolute Präferenz der Gäste für das Gesamterlebnis im Restaurant. Längst geht es nicht mehr ausschließlich um das am Teller Dargebotene. Viel mehr wünschen sich die Restaurantbesucher – neben einer perfekten Küche – einen besonders persönlichen Service und vor allem eine besondere „Stimmung“ im Restaurant.

Also: Eine Business-Community zum Business-Lunch. Eine schicke Umgebung, ausgelassene Menschen, wenn man abends mit Freunden zum Dinner ausgeht (auch „people watching“ wird hierzulande immer mehr zum Faktor). Eine Digestivmöglichkeit an der Bar, die zum Restaurant gehört oder, natürlich immer noch, das Gourmetdinner, leistbar und ohne „steife Dünkel des Servierpersonals“.

Falstaff-Herausgeber Wolfgang Rosam: „Der Restaurantbesuch muss wieder mehr Spaß machen und jedenfalls, dem Anlass bezogen, passend sein. Auch will der Gast genau wissen, was ihn im Restaurant erwartet. Je klarer ein Restaurantkonzept ist, desto besser. Das ist eines der Erfolgsgeheimnisse von Figlmüller oder Plachutta. Aber auch einer der Problembereiche von vielen Hotelrestaurants, die mit einer Allerwelts-Speisekarte eben nicht begeistern können!“

Gürtler: Award für Lebenswerk

Elisabeth Gürtler gehört nicht nur zu den herausragendsten Persönlichkeiten Österreichs, sie hat vor allem seit der Übernahme des Managements des Hotel Sacher in Wien und Salzburg im Jahre 1990 aus diesen Betrieben einzigartige Juwele gemacht.

Auch industriell schaffte Elisabeth Gürtler – mit der Sachertorten-Produktion – ein wirtschaftliches Bollwerk. Elisabeth Gürtler erhält für ihr Lebenswerk den FALSTAFF-VÖSLAUER-Award 2016.

Wirt des Jahres: Josef Floh

Seit rund 20 Jahren gibt es das Restaurant „Floh“ in Langenlebarn, heute ist es eines der besten Restaurants der Region. Josef Floh ist nicht nur ein ausgezeichneter Koch, sondern auch Wirt durch und durch.

Schon fruh hatte er eine Weinkarte geschaffen, deren Ausmaß alles andere als ublich ist. Heute umfasst sie rund 2000 Weine. Und dann wäre da noch die nachhaltige Idee, die Produkte fur die Floh-Kuche nur noch innerhalb von 66 Kilometern einzukaufen. Titel dieses Konzepts: »Radius 66«.

Messeritsch ist Sommelier des Jahres

Franz Messeritsch ist ein echtes Wirtshauskind. Die Eltern sorgten für eine fundierte Gastronomie-Ausbildung, während der Messeritsch seine Leidenschaft für Wein entdeckte. Seit dem Jahr 2000 ist er Chef-Sommelier im Restaurant »Le Ciel« im Wiener »Grand Hotel«.

Dort gelingt ihm seit Jahren, was heute in der Spitzengastronomie unersetzlich ist: Er kombiniert neue Weinstile mit den großen Weinen traditioneller Machart. Und das macht er mit Bravour.

Bacher mit bestem Service des Jahres

Johanna Stiefelbauer ist so etwas wie die Seele im Service des Landhaus Bacher. Wann immer man dieses Restaurant betritt, eilt einem eine fröhlich lächelnde Johanna entgegen, die einem sofort jeden Wunsch von den Lippen abliest.

Es gibt kaum jemand, der mit Gästen so gut umgehen kann wie Johanna Stiefelbauer. Und das seit rund 35 Jahren.


Falstaff Restaurantguide 2016 + App

Ab 17. März ist der Falstaff Restaurantguide im Buch- und Zeitschriftenhandel, in allen Trafiken, bei Wein & Co sowie an Tankstellen zum Preis von € 9,90 erhältlich. Alle Bewertungen sind dann auch in der neuen Falstaff Restaurantguide-App verfügbar, mit Beschreibung, Bildern und Kontaktdaten.

Praktische Funktionen wie eine detaillierte Suche, Restaurants in der Nähe oder Favoritenlisten machen die App (kostenlos erhältlich für iOS und Android) zum praktischen Genuss-Begleiter für unterwegs.