Erstellt am 11. November 2015, 12:44

von NÖN Redaktion

Faschingsbeginn: Narren aufgewacht!. Am 11.11. (Mittwoch) um 11.11 Uhr findet in vielen Faschingsgilden Österreichs das Narrenwecken statt – so auch in Oberpullendorf.

Werden bald geweckt: Die Narren rund um Anni Hofer und Alfred Domschitz werden in Oberpullendorf am Martinitag das Zepter in der Stadt übernehmen.  |  NOEN, BVZ
Am 11. November um 11.11 Uhr bricht in Oberpullendorf eine neue Regentschaft an. Denn im Rahmen des Narrenweckens wird das Prinzenpaar für die diesjährige Faschingssaison inthronisiert: Marietta I. und Christian III.

Die Oberpullendorfer Faschingsgilde ist neben Loretto, Breitenbrunn, Stegersbach und Güssing eine von fünf burgenländischen Gilden, die derzeit beim Bund Österreichischer Faschingsgilden (BÖF) Mitglied ist. Das Burgenland hat einen gemeinsamen Landesverband mit Wien. Das diesjährige Landesprinzenpaar kommt aus Loretto: Georg I. und Brigitte I.

11 als Sinnbild der Sünde, echter Start am Dreikönigstag

Entgegen der landläufigen Meinung ist am 11.11. aber nicht Faschingsbeginn. Dieser fällt laut BÖF auf den Tag nach dem Dreikönigstag, also dem 7. Jänner. „Das Narrenwecken ist der Vorspann zur fünften Jahreszeit“, erklärt Adolf Schmucker von der Oberpullendorfer Gilde. Dass dieses am 11.11. stattfindet, liegt daran, dass die Zahl 11 als Narrenzahl gilt.

In der katholischen Lehre wird die 11 als Sinnbild der Sünde verstanden, da sie die Zehnzahl der Gebote überschreitet und Sünde „Überschreitung des Gesetzes“ ist. Für die Kirche übertritt der Narr durch sein Verhalten während der Faschingszeit teilweise religiöse Normen.

Seinen Ursprung hat der Fasching in Vorderasien, wo bereits vor rund 5.000 Jahren karnevalsähnliche Feste abgehalten wurden. Über den Mittelmeerraum kam er nach Europa, wo er sich im 12. Jahrhundert verbreitete.

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