Stadtschlaining

Erstellt am 09. November 2016, 16:15

von Redaktion bvz.at

Nach dem Winter kommt der „Klangfrühling“. Das Festival „Klangfrühling“ in Stadtschlaining geht mit Gerhard Krammer als neuen musikalischen Leiter in die Saison 2017. Die personelle Veränderung wurde notwendig, nachdem das bisherige Intendanten-Duo Willi Spuller und Clara Frühstück sich im Sommer dazu entschlossen hatte, getrennte Wege zu gehen.

Kulturlandesrat Helmut Bieler, Bürgermeister Markus Szelinger und Werner Glösl, Geschäftsführer des Kultur- und Tourismusvereins „Zukunft Schlaining“, präsentierten am 9. November auf Burg Schlaining mit Gerhard Krammer den neuen musikalischen Leiter des Festivals „Klangfrühling“ 2017. Foto: Bgld. Landesmedienservice  |  Bgld. Landesmedienservice

Clara Frühstück und Willi Spuller hatten erst im Vorjahr die Leitung des Festivals „Klangfrühling“ von den langjährigen Intendanten Johannes und Eduard Kutrowatz übernommen.

„Nach 14 grandiosen Saisonen des ‚Klangfrühlings‘ auf der Burg Schlaining unter der Intendanz von Johannes und Eduard Kutrowatz bzw. einer sehr guten und inhaltlich interessanten Saison mit 1.200 Gästen unter dem Intendanten-Duo Clara Frühstück und Willi Spuller wird nun mit Gerhard Krammer ein Vollblutprofi, ein Vollblutmusiker und ein Vollblutburgenländer die musikalische Leitung des Klangfrühling Schlaining übernehmen“, betonte Kulturlandesrat Helmut Bieler am Mittwoch.

Gerhard Krammer, 1965 in Oberwart geboren, hat ab seinem 13. Lebensjahr - parallel zur Schulausbildung - an der damaligen Expositur Oberschützen, dem heutigen Institut Oberschützen der Kunstuniversität Graz, sein Musikstudium begonnen und es erfolgreich abgeschlossen. Seine musikalischen Stationen sind vielfältig und bunt: Organist und Kirchenmusiker, Keyboarder in Rock- und Popbands, Arrangeur und Aufnahmeleiter in Tonstudios, sowie Cembalist und Pianist mit Solo- und Kammermusikprogrammen.

Kulturlandesrat Helmut Bieler, Bürgermeister Markus Szelinger und Werner Glösl, Geschäftsführer des Kultur- und Tourismusvereins „Zukunft Schlaining“, präsentierten am 9. November auf Burg Schlaining mit Gerhard Krammer den neuen musikalischen Leiter des Festivals „Klangfrühling“ 2017. Foto: Bgld. Landesmedienservice  |  Bgld. Landesmedienservice

Schon früh begann Krammer zu komponieren und erhielt bereits mit 17 Jahren den „Großen Österreichischen Jugendpreis“. Als weitere Auszeichnungen sind der Nachwuchskulturpreis des Landes Burgenland für Musik, der Jenö Takács Kompositionspreis und die Joseph-Haydn-Medaille in Gold zu nennen. Krammer leitete im Oktober 2004 auch das Eröffnungskonzert des „Sala Rossi“ im Teatro La Fenice Venedig.

Nennenswert sind weiters die Welturaufführung des Stückes „LISZ[:T:]RAUM“ anlässlich der Eröffnung des Franz Liszt Zentrums Raiding, die künstlerische Leitung von „himmel&haydn“ (seit 2007) sowie seine seit 2011 bestehende Tätigkeit als Kurator Musik SILOS art inside Venezia (IT). Seine Werke wurden bisher u.a. in Europa, den USA und in Asien aufgeführt.

Bereits in der Saison 2016 des „Klangfrühling“ wurde der „Verein Zukunft Schlaining“ in das Festival involviert. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, das kulturelle und touristische Leben der Gemeinde Stadtschlaining zu fördern bzw. zu beleben und sieht dabei das reiche historische Erbe der Gemeinde als Grundlage für ein lebendiges und ansprechendes Programm mit überregionaler und internationaler Orientierung.

Der Verein übernimmt nun in Kooperation mit der künstlerisch-musikalischen Leitung auch nach dieser Umstellungsphase die Organisation und Durchführung des Festivals, das von 23. bis 28. Mai 2017 in der Gemeinde Stadtschlaining selbst und in den fünf Ortsteilen stattfinden wird, wobei auf bereits bestehende und bewährte Strukturen bzw. Erfahrungen aufgebaut und neue, spezifische Elemente, die der Veranstaltung verstärkt einen Festivalcharakter verleihen, hinzugefügt werden.

Die Grundsäulen dafür sind Programme, die in ihrer stilistischen Ausgewogenheit und Originalität eine möglichst breite Zielgruppe ansprechen und durch die Einbindung lokaler, nationaler und internationaler KünstlerInnen mit gezielten Impulsen schrittweise neues Publikum anziehen sollen. Insgesamt gesehen will man in sämtlichen Angeboten ein Gefühl der „Freude“ vermitteln, wobei dieses Gefühl vorrangig über die Musik transportiert werden soll, aber auch interdisziplinär und bei gesellschaftlich relevanten Themen ansetzt.

Hauptspielstätte des „Klangfrühling“ ist die Burg Schlaining. Neben dem Granarium sollen aber auch weitere Räume in den Festivalablauf eingebunden werden, indem Musik und Kunst „in die Burg hinein“ gebracht wird, und das Publikum die Vielgestaltigkeit dieser außergewöhnlichen Anlage erleben kann. Eine besondere Attraktion stellen dabei die sogenannten „Engelssäle“ dar, die für Spezialkonzerte und Präsentationen geöffnet werden. Im Anschluss an die Konzerte kann das Publikum in der „Klangfrühling-Lounge“ die musikalischen Eindrücke nachklingen lassen und im Gespräch mit Organisatoren und Künstlern eine persönliche Note einbringen.

Als Mitwirkende konnten bis dato I Solisti della Fenice Venedig, Erwin Steinhauer, das Klavierduo Önder, xQuartet, the Minimal Klezmer, Helmut Hödl, Nabila Chajai, Roberto Giaccaglia u.a. gewonnen werden. Der Kartenvorverkauf startet mit 01. Dezember 2016. Bieler dazu: „Der Klangfrühling Burg Schlaining bietet eine einzigartige Atmosphäre, die von Internationalität, großer Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem und hoher künstlerischer Qualität geprägt ist. Die äußerst positive Entwicklung des Festivals in den vergangenen Jahren ist der beste Beweis dafür, dass in Stadtschlaining etwas aufgebaut worden ist, das die Stadt in Musikkreisen überregional und international zu einem Begriff gemacht hat.“