Erstellt am 27. August 2012, 13:05

Festspielsaison zu Ende: 139.000 sagten Serafin Servus. Nicht nur die ganz heißen Temperaturen haben sich am Wochenende offenbar verabschiedet, auch auf den großen Kulturbühnen des Burgenlandes wurden Abschiede gefeiert: Sowohl die Opernfestspiele St. Margarethen als auch die Seefestspiele Mörbisch ließen zum letzten Mal in dieser Saison ihr Ensemble auftreten.

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In Mörbisch hieß es außerdem auch "Goodbye, Mr. Wunderbar": Intendant Harald Serafin geht nach 20 Jahren, 622 berühmt-berüchtigten Begrüßungsansprachen und mehr als drei Millionen Besuchern, die er in dieser Zeit empfangen durfte.

139.000 Operetten-Fans waren im Juli und im August nach Mörbisch gekommen, um Serafin gebührend zu verabschieden und den Strauß-Klassiker "Die Fledermaus" zu sehen. Von 30 Vorstellungen musste eine abgesagt werden. Die Auslastung lag insgesamt bei knapp 75 Prozent. Auch Schlagermusik und Alpenrock lockten zahlreiche Musikbegeisterte nach Mörbisch. Stars wie Tom Jones und Andreas Gabalier sorgten für musikalische Abwechslung. Zu diesen Sonderveranstaltungen kamen 45.600 Zuseher.

Wenige Kilometer weiter, in St. Margarethen, freute sich der wieder genesene Intendant Wolfgang Werner (er konnte wegen einer Lungenembolie bei der heurigen Premiere nicht dabei sein, Anm.) über 117.250 Besucher bei 32 Opernabenden mit "Carmen", von denen ebenfalls einer dem Wetter zum Opfer fiel. Die Auslastung betrug insgesamt 78 Prozent. Die Kinderoper "Hänsel und Gretel" (14.750 Besucher) und das bereits ausverkaufte Konzert von Hubert von Goisern am 7. September eingerechnet, liegt die Gesamtbesucherzahl in der dreimonatigen Festspielsaison im Römersteinbruch nach Angaben der Opernfestspiele bei 137.000.

Im nächsten Sommer gibt es bei beiden Festspielstätten etwas Neues: In Mörbisch feiert Serafin-Nachfolgerin Dagmar Schellenberger als Intendantin Premiere (als Sängerin trat sie bereits auf der Seebühne auf, Anm.). Zum Einstand zeigt sie "Der Bettelstudent" von Carl Millöker.

In St. Margarethen hat man sich für 2013 nicht nur für eine im Steinbruch noch nicht aufgeführte Oper, nämlich "La Boheme" von Giacomo Puccini, entschieden. Auch bei der Inszenierung gibt es ein Debüt: Hollywood-Regisseur Robert Dornhelm wird zum ersten Mal auf der Opernbühne inszenieren.