Erstellt am 04. März 2013, 13:01

Flüchtlinge wollen Protest nicht beenden. Die Flüchtlinge aus der Votivkirche, die am Sonntag in ihr neues Quartier im Servitenkloster umgezogen sind, haben am Montag festgehalten, dass ihr Protest für Verbesserungen im Asylwesen keineswegs beendet sei.

Er soll vom neuen Ort aus weitergeführt werden, erklärten Sprecher der Flüchtlinge. Die Caritas und die Erzdiözese zeigten sich auch am Tag nach dem Auszug aus der Kirche erleichtert. Jene 63 Personen, denen in der Votivkirche Schutz geboten wurde, stehen auch im Servitenkloster nun unter dem Schutz von Kardinal Christoph Schönborn, betonte Klaus Schwertner, Geschäftsführer der Caritas Wien, bei der Pressekonferenz im Kellergewölbe mit den Feldbetten. Das Gebäude stehe den Asylwerbern bis zum Sommer zur Verfügung und soll ein "Ort der Begegnung" sein.

Kardinal Schönborn tritt für einen konstruktiven Dialog der Asylwerber mit den Behörden ein. Gleichzeitig sprach sich der Kardinal in einer Erklärung auch für eine Verbesserung des Flüchtlingswesens ein.

"Es erstaunt nicht, wenn Menschen, deren Würde nicht genug geachtet wird, aus ihrer Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht heraus in eine oft unnötig aggressive Offensive gehen, Konfrontation und Aggression nützen aber niemandem", heißt es in der Erklärung Schönborns. Seine "große Hoffnung" ist es, "dass der freiwillige Auszug aus der Votivkirche ein Weg in einen konstruktiveren Dialog zwischen Betroffenen und Behörden ist".

Einen solchen Dialog würde Kirche auch mit Nachdruck unterstützen. "Dabei ist uns neben anderen Anliegen auch wichtig, genau zu schauen, ob die hiesige Einschätzung von Risken in Ländern wie Pakistan der Wirklichkeit entsprechen."