Erstellt am 13. Januar 2011, 12:08

Förderpreis für Medienforschung an Christoph Sommer. Der Verband Österreichischer Zeitungen hat am 11. Jänner 2011 erstmals den Förderpreis Medienforschung verliehen. Übergeben wurden die Urkunden im Rahmen eines Festaktes im Audienzsaal des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung durch die Bundesministerin Beatrix Karl, die den Ehrenschutz für diesen Preis übernommen hat.

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In der Kategorie Master-/Diplomarbeiten wurde Christoph Sommer, der eine journalistische Laufbahn eingeschlagen hat, für seine Magisterarbeit „Tageszeitungen als Marken?" ausgezeichnet und erhielt damit ein Preisgeld in Höhe von EUR 2.000,-. Der Kommunikationswissenschafter Matthias Karmasin, der den Vorsitz der Jury innehat, merkte an, dass diese Arbeit einen zentralen und aktuellen Bereich der strategischen Ausrichtung von Verlagshäusern in den Mittelpunkt der Untersuchung stellt. Es „wurden Impulse für weitere Forschungsaktivitäten im Bereich der kommunikationswissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Medienmarken gesetzt bzw. können durch diese Arbeit auch Hinweise für die Praxis der Medienmarkenführung abgeleitet werden."

Der Förderpreis in der Kategorie Dissertationen/Habilitationen, der mit EUR 4.000,- dotiert ist, wurde an Lilian Meyer-Janzek, CEO der GroupM Interaction sowie Vorsitzende des Vereins Forum Mediaplanung, für ihre Dissertation „Mediaforschung in Österreich." vergeben. „Mit dieser Aufarbeitung, Zusammenschau und Bewertung aktueller Methoden der Mediaforschung sowie einem Ausblick auf innovative Methoden konnte zweifellos ein Grundlagen- und Nachschlagewerk für die Praxis der Mediaforschung umgesetzt werden", fasste Karmasin die Begründung der Jury zusammen.

Die Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung Beatrix Karl, die den Ehrenschutz für diesen Preis übernommen hat, begrüßte diese Förderungsinitiative als wertvolle Maßnahme zur Vernetzung von Wissenschaft und Praxis, die nicht nur die wissenschaftliche Arbeit an den Universitäten und Fachhochschulen belebt, sondern auch den Wissenstransfer von den Hochschulen in die Medienwirtschaft sichert. „Die Herstellung von Öffentlichkeit für komplexe Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsinhalte", so die Wissenschaftsministerin weiter, „verdanken wir häufig profunden Medienwissenschaftern, aber auch engagierten Journalistinnen und Journalisten".

Harald Knabl, Geschäftsführer NÖ Pressehaus und Vizepräsident des VÖZ, verwies in seinem Einführungsstatement auf die Notwendigkeit, eine eigenständige und zukunftsorientierte Medienforschung in Österreich aufzubauen. Auch wenn die derzeitige Situation der Kaufzeitungen und Kaufmagazine in Österreich im internationalen Vergleich durchaus zufriedenstellend sei, gelte es „den Blick für die Zukunft zu schärfen und ein feines Sensorium für die Entwicklungen am Lesermarkt zu entwickeln".

Der VÖZ-Förderpreis Medienforschung wird für herausragende wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die sich unter besonderer Berücksichtigung der Situation von Zeitungs- und Magazinverlagen auf den österreichischen Medienmarkt beziehen. Dazu zählen insbesondere auch Ansätze aus dem Bereich der Bildungs- und Demokratieforschung, der Medienpädagogik und der Medienwirtschaft.