Erstellt am 25. Juli 2011, 11:45

Franz Liszt: 200. Geburtstag und 125. Todestag in einem Jahr. 2011 ist das Jahr von Franz Liszt. Er war ein Wunderkind, Komponist, Klaviervirtuose, Förderer, Frauenheld und Popstar seiner Zeit, dessen 200. Geburtstag heuer mit zahlreichen Konzerten und Ausstellungen gefeiert wird.

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Neben seinem "Runden" am 22. Oktober steht bereits am kommenden Sonntag sein 125. Todestag an: Liszt starb im Alter von 74 Jahren am 31. Juli 1886 in Bayreuth an einer Lungenentzündung.

Von einer wahren "Lisztomanie" sprach Heinrich Heine anno dazumal. In Anlehnung dessen feiert das Burgenland heuer die sogenannte Lisztomania 2011, eine Reihe von Konzerten und Ausstellungen, die sich dem Jubilar widmen. Das Burgenland deshalb, weil Liszt im Jahr 1811 im damals noch ungarischen und eben heute burgenländischen Raiding das Licht der Welt erblickte.

Die kleine Gemeinde Raiding steht als "Liszt-Metropole" im Mittelpunkt des Liszt-Jahres und deren Feierlichkeiten: Drei Konzertblöcke wurden im vor wenigen Jahren errichteten, nur wenige Meter vom Geburtshaus des Komponisten entfernten Konzertsaal bereits gespielt. Das Grande Finale wird im Oktober, rund um den 200. Geburtstag erwartet: Unter dem Titel "Festklänge" werden von 19. bis 26. Oktober Künstler den fünften und letzten Konzertzyklus begehen.

Höhepunkt ist das Konzert am 22. Oktober mit dem russischen Pianisten Arcadi Volodos, der anstatt des zuvor eingeplanten Pianisten und Dirigenten Daniel Barenboim, ausgewählte Werke des Klaviervirtuosen zum Besten geben wird. Am 23. Oktober findet in der Taufkirche Liszts, im Nachbarort Unterfrauenhaid, das Chor- und Orgelkonzert "Ave Maria" statt. Der Wiener Kammerchor singt unter der Leitung von Michael Grohotolsky, Wolfgang Horvath sitzt an der Orgel.

Seitens des Landes ist man nach einem sehr erfolgreichen Haydn-Jahr 2009 erneut sehr zufrieden und spricht von einem "großen Erfolg", so Kulturlandesrat Helmut Bieler. Die Erwartungen seien "mehr als erfüllt" worden. Auch die beiden Intendanten des Liszt Festivals Raiding, die Brüder Eduard und Johannes Kutrowatz, zogen zur Halbzeit vor etwa einem Monat eine äußerst positive Zwischenbilanz: Beim Konzertblock im Juni habe es vier ausverkaufte Konzerte und vier Mal Standing Ovations gegeben. Das drücke "Zufriedenheit und zugleich Motivation für die Zukunft" aus, meinte Eduard Kutrowatz bei einer Pressekonferenz in Raiding.