Erstellt am 16. April 2013, 12:40

Frauenpensionsalter bleibt vorerst, wie es ist. Die Bundesregierung plant derzeit keine Änderung beim Pensionsantrittsalter für Frauen.

Ziel sei es, das faktische Antrittsalter zu erhöhen, erklärten Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger am Dienstag. Langfristig werde dies "immer ein Thema" bleiben, da auch die Lebenserwartung steige, so Spindelegger. "Ich bin dafür, dass es bleibt, wie es ist", hielt Faymann fest. Das faktische Antrittsalter zu erhöhen, das sei derzeit das Ziel, so Faymann. Bereits jetzt sei es schwierig genug, dass Ältere Arbeit finden. Daher gehen auch die Kraftanstrengungen dahin, das faktische Antrittsalter zu erhöhen sowie mehr Jobs für Ältere zu schaffen. Die derzeit gesetzlichen Regelungen sollen so bleiben.

Es habe zwar in der Vergangenheit Überlegungen für eine frühzeitige Angleichung des Frauenpensionsantrittsalters an jenes der Männer gegeben, derzeit sei dies aber kein Thema, so Spindelegger: "Langfristig wird das immer Thema bleiben", verwies er auf die steigende Lebenserwartung.

Auch Innenministerin Mikl-Leitner erklärte, Ziel sei es, das faktische Antrittsalter auf das gesetzliche anzuheben: "Das hat oberste Priorität." Dies sei vereinbart, alle Vorkehrungen seien getroffen. "Alles andere ist momentan kein Thema", so Mikl-Leitner. Ebenso formulierte es Finanzministerin Fekter. Wirtschafts- und Familienminister Mitterlehner betonte, eine Änderung werde es in dieser Legislaturperiode wohl nicht geben. Er begrüße aber die Diskussion. Auch könne er sich vorstellen, dass es ab 2017 eine frühere Anhebung in Etappen geben könnte.

"Es bleibt, wie es ist", betonte auch Sozialminister Hundstorfer. Frauenministerin Heinisch-Hosek bekräftigte ihre Position: Sie sei gegen eine vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters. Viele Frauen würden aus der Krankheit oder der Arbeitslosigkeit in den Ruhestand treten. Auch sei die Gleichstellung zwischen Männern und Frauen "noch lange nicht" erreicht.