Erstellt am 21. August 2016, 14:54

von Daniel Lohninger

Bunte Palette sorgte für Begeisterung. Manu Chao, Limp Bizkit, Die Antwoord, WIZO  - auch am letzten Festivaltag bot das Frequency einen Streifzug durch die bunte Palette der Populärmusik. Das Publikum dankte es durchwegs mit Begeisterung.

Bernhard Brenner

Weltmusiker Manu Chao als Headliner auf der Space Stage, die Trash-Rapper von Die Antwoord als Kontrastprogramm auf der Green Stage: Mit der Programmierung am letzten Tag unterstrich das Frequency noch einmal deutlich, dass es sich mittlerweile tatsächlich zum  Festival der Vielfalt entwickelt hat.

Satte Sounds und sozialkritische Botschaften

Manu Chao sorgte nicht nur für südländische Stimmung am Traisenufer, sondern auch für satte Sounds und sozialkritische Botschaften.

Der Franzose bewies dabei auch, dass man nicht unbedingt ein Hit-Feuerwerk abliefern muss, um für Stimmung zu sorgen: Einen seiner bekanntesten Songs,  „Bongo Bong“, interpretierte er so freizügig, dass ihn wohl nicht jeder gleich sofort erkannte.

Knallige Bühnenshow, schrille Sounds

Ganz anders Die Antwoord zeitgleich auf der Green Stage – mit Hits wie „Enter The Ninja“ oder „Rich Bitch“, millionenfach auf Youtube geklickt.

Mit knalliger Bühnenshow, schrillen Sounds, trashigem Rave-Rap und viel Action legten Frontfrau Yolandi Visser, Rapper Ninja und DJ Hi-Tek von der ersten Minute an los und sorgten für die schrägsten Festivalmomente.

Limp Bizkit: „Alt, aber immer noch extrem cool“

Zuvor ließ es hier Fred Durst mit Limp Bizkit ordentlich krachen. Bereits beim Opener „Rollin‘“ war die Crowd sofort da – und in den Moshpits zuckten Kids aus, die noch Windeln anhatten, als Limp Bizkit Anfang der 2000er-Jahre die Charts gestürmt hatten.

Nach dem Motto „Alt, aber immer noch extrem cool“ feuerten Limp Bizkit eine Stimmungs-Granate nach der anderen ab, streuten Zitate von Metallica, Nirvana und sogar George Michael ein – eine Stunde lang hatten die Kids einfach eine geile Zeit, mit dem Sound, bei dem bereits ihre Eltern abgingen.

Zeitgleich ging es auf der Space Stage mit Massive Attack wesentlich gemütlicher und atmosphärischer ab. Inklusive politischer und kluger Botschaften auf der großen Leinwand im Rücken der britischen Trip-Hop-Legenden.

WIZO mit seinem neuen Album "DER"

Zuvor gabs auch auf der Green Stage mal Musik mit politischer Message. Für die sorgte Frequency-Dauergast Skin mit Skunk Anansie, die einmal mehr die Rampen-Sau gab und mit wütenden Songs wie „God Loves Only You“ und Krachern wie „Charlie Big Potato“ überzeugte und sich mit einer abschließenden Reminiszenz an Lemmy Kilmister den verdienten Abschieds-Applaus holte.

Mit erfrischend, fetzigem Polit-Punk gegen rechts begeisterten WIZO, die neben bösen alten Titeln wie „Das Goldene Stück Scheiße“ auch Songs wie „Verwesung“ vom neuen Album „DER“ mit im Gepäck hatten.

Noch im Wettstreit mit gefühlten 40 Grad vor den beiden Bühnen wussten sich die US-Progressive-Rocker von Coheed & Cambria – Frontmann Claudio Sanchez hat sich jedenfalls den Preis für die schrägste Frisur verdient – sowie Alison Mosshart und Jamie Hince als The Kills  zu behaupten.