St. Pölten

Erstellt am 22. August 2016, 09:55

Rotes Kreuz zieht zufrieden Festival-Bilanz. Mit 1.239 versorgten Festivalteilnehmern - deutlich weniger als im Vorjahr - ging das diesjährige Freqency-FM4 Festival für die Rot-Kreuz-Bezirksstelle in St. Pölten zu Ende.

Nach monatelangen Vorbereitungen lief die heiße Phase des Einsatzes von Mittwoch bis Sonntag in ununterbrochener Bereitschaft. Während dieser rund 100 Stunden wurden zwölf Dienstschichten absolviert.

Dabei waren gleichzeig bis zu 120 Personen (Sanitäter, KIT-Mitarbeiter, Notärzte, Stabs- und Logistikpersonal sowie Shuttledienst) und insgesamt ca. 420 Sanitäter im Einsatz. Weit über 10.000 freiwillige Einsatzstunden wurden geleistet!

Bemerkenswert: Die durchwegs ehrenamtlichen Sanitäter kamen nicht nur aus dem Bezirksstellenbereich St. Pölten,sondern auch aus anderen Bezirken und sogar aus anderen Bundesländern.

Nur 57 Einlieferungen in das Landesklinikum

Neben dem Planungsstab des Roten Kreuzes standen erfahrene Notärzte schon in der Vorbereitungsphase zur Verfügung. Sie konzipierten die ärztliche Versorgung im Rotkreuz-Stützpunkt. Neben der Akutintervention bei medizinischen Notfällen war diese vor allem auf die Versorgung kleinerer Wunden ausgelegt. So konnten viele Gäste gleich auf dem Gelände versorgt und die Zahl der Behandlungen im Landesklinikum klein gehalten werden. Bei rund 1.240 Interventionen waren nur 57 Einlieferungen nötig.

„Trotz mancher Stresssituationen macht es Freude hier mitzuarbeiten“, erzählen die  Einsatzleiter Gerhard Heilig und Stefan Gugerell. „Der Teamgedanke steht im Vordergrund, gut ausgebildete und topmotivierte Kollegen in allen Bereichen machten das Arbeiten zur Freude. Es ist schon wie eine Familie. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit 144 Notruf NÖ, der Feuerwehr, der Wasserrettung, der Exekutive, den Behörden sowie dem Veranstalter war auch dieses Event wieder hochprofessionell zu betreuen.“

Keine lebensbedrohlichen Notfälle

Der größte Anteil in der Behandlung entfiel auf kleinere meist Schnittverletzungen, Verstauchungen sowie Knöchel- und Handgelenksfrakturen. Ein paar Unterkühlungen waren heuer aufgrund der Witterung ebenfalls ein Thema.  „Wir hatten zwar viel zu tun, erfreulich ist aber, dass es zu keinen lebensbedrohlichen Notfällen gekommen ist", so die leitende Notärztin Gabriele Leister.

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

  • Durchgehender Einsatz von Mittwoch 17.8. bis Sonntag 21.8.2016
  • insgesamt 9 Sanitätsstützpunkte aus 9 Zelten und 10 Bürocontainern
  • insgesamt 420 Rettungs- und Notfallsanitäter freiwillig und unentgeltlich im Einsatz
  • in Spitzenzeiten ca. 120 Rettungs- und Notfallsanitäter gleichzeitig vor Ort
  • 10 Notärzte im Einsatz, davon in Spitzenzeiten bis zu drei gleichzeitig vor Ort
  • weit über 10.000 freiwillig geleistete Einsatzstunden
  • permanent Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams in Bereitschaft
  • 25 Fahrzeuge permanent im Einsatz: 13 Rettungsautos, je ein Notarztwagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie zusätzlich 10 Versorgungsfahrzeuge und ein Einsatzleiterfahrzeug rund um die Uhr in Betrieb
  • Disposition durch eine vor Ort eingerichtet Leitstelle von „144 Notruf Niederösterreich“
  • 1.239 Patientenversorgungen, 57 Einlieferungen in das Landesklinikum St.Pölten
  • keine lebensbedrohlichen Notfälle
  • rund 1000 warme Mahlzeiten, über 2000 Semmeln, weit mehr als 2000 Liter Getränke sowie mehrere hundert Liter Kaffee hielten die Mannschaft bei Kräften.