Erstellt am 14. August 2013, 11:20

Frequency Festival 2013: Alle Bilder vom Samstag!. Wir präsentieren die Bilder vom FREQUENCY 2013! Unsere NÖN Leserreporter hielten das musikalische Partyspektakel in St. Pölten mit ihren Kameras fest. Viel Spaß beim Durchklicken!

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Was für ein Finaltag: Skunk Anansie, Billy Talent, Hurts, Die Toten Hosen und Nick Cave – und alle in Hochform. Das gibt es nicht alle Tage. Einer dieser Tage war der Abschluss des Frequency. Einziges Problem: Durch Parallelprogrammierungen konnte man nicht Nick Cave und Die Toten Hosen sehen und auch nicht Skunk Anansie und Hurts.






Aber was ist das alles, an einem Tag, an dem einfach alles passt. Erwartungsgemäß den ersten Höhepunkt steuerte Max Herre von Freundeskreis mit tanzbaren Beats bei.

Ordentlich zur Sache gings beim zweiten Gastspiel von Skunk Anansie in St. Pölten. Frontfrau Deborah Anne Dyer alias „Skin“ riss von Beginn an selbst die fadesten Festivalbesucher von den Sitzen und bewies einmal mehr, dass sie als 46-Jährige mehr Power hat als das Gros der 20-jährigen Popsternchen, die sich im modernen Rock-Bizz in die Charts trällern. Sensationell: „Charlie Big Potato“, mit dem „Skin“ ihren Anspruch als emanzipierte, sozialkritische Anti-These zu den puppenhaften It-Girls der modernen Konsumwelt unterstrich – und natürlich ihre gewagten Stage-diving-Einlagen.






Noch eine Spur mehr Power mit im Gepäck hatten Billy Talent. Los gings mit „Devil In The Midnight Mass“. Routiniert spielte sich die kanadische Post-Hardcore-Band um Benjamin Kowalewicz danach durch ihre mittlerweile stattliche Sammlung an Kult-Hits, wobei vor allem „Fallen Leaves“, „Red Flag“ und „Rusted From The Rain“ die Fans begeisterten – die das mit so manchen Moshpits standesgemäß zu feiern wussten. Kowalewicz hatte dann übrigens einen überraschenden Auftritt im Zugabenteil der Headliner des Abends: Gemeinsam mit Campino von den Toten Hosen ließ er es zum Punkrock-Klassiker „Should I Stay Or Should I Go“ von The Clash ordentlich krachen.





Zu diesem Zeitpunkt hatten die Toten Hosen einmal mehr bewiesen, dass sie live noch lange nicht in die Jahre gekommen sind. Der flotte Stadionrock mit Punk-Attitüde zieht auf Österreichs Bühnen dank der großartigen Live-Performance der Düsseldorfer immer – und das seit mehr als 30 Jahren. Und so kam es auch diesmal, dass die Kids im Publikum mit bahnbrechenden Songs wie „Hier kommt Alex“, „Wort zum Sonntag“ oder „Liebeslied“ absolut nichts anfangen konnten – aber trotzdem wacker mitgrölten. Campino und Co sind einfach cool und das Generationen übergreifend. Mit dem in Kultstadien wie an der Anfield Road in Liverpool populär gewordenen Frank-Sinatra-Hit „You‘ll Never Walk Alone“ ging der Auftritt der Toten Hosen zu Ende – und auch das Frequency auf der Space Stage.




Fazit: Das Line-Up hielt in diesem Jahr, was es versprach – viele starke Momente, großartige Bands und ein gelungener Mix aus harten Klängen, groovigen Sounds und vielversprechenden Newcomern.