Erstellt am 05. August 2014, 23:59

von Jutta Streimelweger

Tipps für das Frequency. Sebastian Frank vom Roten Kreuz erklärt, was bei vier Tagen Musik und Dauerparty im Festivalgepäck nicht fehlen sollte, um alles gesund zu überstehen.

Drei Tage lang Dauersonnenschein machte das Frequency auch heuer wieder zu einem vollen Erfolg. Auch 2014 soll das Festival, das heuer insgesamt 140.000 Besucher anzog, wieder in St. Pölten stattfinden. Foto: Brenner  |  NOEN, Brenner

ST. PÖLTEN / Nicht einmal mehr zwei Wochen trennen Festivalfans vom Mega-Event in St. Pölten: Das Frequency vom Mittwoch, 13., bis Samstag, 16. August, wird wieder tausende Besucher in die Landeshauptstadt locken. Damit die Veranstaltung auch ein Festivalerlebnis und kein Reinfall wird, sollten aber einige Tipps beherzigt werden, wie auch der St. Pöltner Bezirksstellengeschäftsführer des Roten Kreuzes, Sebastian Frank, weiß: „Mit der richtigen Ausrüstung ist eine gute Basis vorhanden, um das Frequency-Festival ohne Probleme genießen zu können.“ So solle auf das Wetter geachtete werden: „Kappen schützen vor Sonnenstich, Sonnencreme vor Sonnenbrand.“ Der Regenschutz soll trotz Schönwetterwunsch auch nicht vergessen werden: „Auch warme Kleidung einpacken, denn gerade in der Nacht kann es kalt werden.“

Typische Festivalverletzungen seien für das Rote Kreuz Schnittverletzungen an den Füßen: „Daher bitte auf das Schuhwerk achten“, rät Frank, „denn vieles liegt auf dem Boden. Man sollte generell darauf achten, wohin man tritt. Vorsicht ist auch bei der Abkühlung in der Traisen geboten.“ Selbstschutz sei auch die Sauberkeit des Campingbereiches.

Einfach Tipps befolgen und Festival genießen 

Neben Schnittwunden halten Verstauchungen, Knochenbrüche, Insektenstiche und Kreislaufbeschwerden die Einsatzkräfte beim Frequency in Atem: In Spitzenzeiten sind bis zu 120 Erst-Helfer im Dienst, 450 Sanitäter werden an diesen Tagen über 10.000 Einsatzstunden leisten. Damit diese nicht all zu oft zum Einsatz kommen müssen, gibt Frank noch weitere „Survival-Tipps“: „Wer sich krank fühlt, sollte gar nicht erst anreisen. Auch Ruhe ist wichtig — ein Festivalbesuch kann körperlich ziemlich anstrengend sein.“ Wichtige Faustregel: „Ausreichend nicht-alkoholische Getränke zu sich nehmen. Wasser ist optimal.“ Ungeeignet sei laut Frank natürlich Alkohol in größeren Mengen. Weiteres sollte beim Aufenthalt im Bühnenbereich oder in der Nähe von Lautsprecheranlagen Gehörschutz benutzt werden. Von Arzt verordnete Medikamente sowie Kopfschmerztabletten gehören ebenfalls ins Festivalgepäck.

„Wichtig ist auch viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wasser ist optimal, ungeeignet ist natürlich Alkohol.“ Sebastian Frank, Rotes Kreuz St. Pölten

Auch Zivilcourage sollte man mitbringen und anderen helfen, wenn man bemerkt, dass sie in Not sind, und nicht zögern, Hilfe anzufordern. „Sowohl wir vom Roten Kreuz als auch Polizei, Feuerwehr und Security-Mitarbeiter sind rund um die Uhr zur Sicherheit auf dem Festival-Gelände anwesend.“ Ein Verbandskasten schade aber nicht: „Auch der Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses macht Sinn, und dass nicht nur hinsichtlich des Festivalbesuches.“

Im Vorjahr wurden 2.900 Patienten versorgt, 150 mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden: „Lebensbedrohliche Notfälle gab es keine“, so Frank.