Erstellt am 29. Juli 2013, 00:00

Tipps für das Frequency. Festival-Checklist / Drei Tage Musik samt Dauerparty: Michael Sartori vom Roten Kreuz erklärt, was im Festivalgepäck nicht fehlen sollte, um das Ganze gesund zu überstehen.

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Von Jutta Streimelweger

ST. PÖLTEN / Mit großen Schritten nähert sich das Ereignis des Sommers: Von Donnerstag, 15., bis Samstag, 17. August, geht das FM4 Frequency im Greenpark St. Pölten über die Bühne. Damit das Festival nicht zum Reinfall wird, hier die wichtigsten Festival-Überlebens-Tipps, um den kommenden Megaevent gesund zu überstehen.

Schutzmaßnahmen für den Festivalsommer 

Geht es nach den Wünschen der Fans, dann steht eines bereits jetzt fest: Es wird sonnig werden. Hält sich die Sonne daran, dann ist es vorrangig wichtig, sich zuerst einmal gegen diese Sonneneinstrahlung zu schützen – zumindest für jene, die nicht die gesamte Festivalzeit im Zelt verbringen.

Rot-Kreuz-Bezirksstellengeschäftsführer Michael Sartori kennt die wichtigste Faustregel: „Die ist wohl, sich eben nicht die ganze Zeit in der Sonne aufzuhalten.“ Tabu sollte vor allem die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr sein. Zur Ausrüstung eines Festivalbesuchers sollten Sonnenschutzcreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30, Kopfbedeckung und Sonnenbrille gehören. „Die Creme sollte 20 bis 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden“, erklärt Sartori die optimale Anwendung. Ebenfalls unerlässlich, wenn es heiß ist: Flüssigkeit. „Speziell bei Hitze ist viel zu trinken wichtig, idealerweise ist das aber Wasser, Alkohol ist sicher ungeeignet.“

Die meisten Einsätze am Festivalgelände verursachen Schnittverletzungen. Das Mitnehmen eines Verbandskoffers, zum Beispiel aus dem Auto, sei deshalb ratsam: „Verbandmaterial dabei zu haben und einen Erste-Hilfe-Kurs besucht zu haben macht sicher Sinn“, weiß Sartori. Er weist zudem darauf hin, dass gutes Schuhwerk so manche Verletzung verhindern könne. Hilfreich sei auch das Sauberhalten des Geländes, überhaupt sollte besonders auf die eigene Hygiene geachtet werden.

Sartori gibt den Festivalbesuchern auch noch ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg: „Sonnen- und Regenschutz sowie warme Kleidung und gutes Schuhwerk sind wichtig. Außerdem ist auch der Selbstschutz wichtig.“

Auch, sich Ruhe zu gönnen, gehöre dazu. Die Tage seien anstrengend und der Körper sollte nicht überfordert werden. Gehörschutz spiele ebenfalls eine Rolle: „Neben der Bühne kann es ganz schön laut werden —  zu laut für unseren Gehörsinn.“ Wer Hilfe braucht, solle außerdem nicht zögern, welche anzufordern: „Deshalb sind wir, Securities, die Polizei und die Feuerwehr da.“ Sein Appell: „Reise nur gesund an und hilf anderen, wenn du merkst, dass sie Hilfe brauchen.“ In Spitzenzeiten werden bis zu 120 Personen gleichzeitig im Einsatz sein. Umgerechnet seien das an drei Tagen rund 450 Sanitäter, die freiwillig über 10.000 Stunden leisten.

Die Bilanz des vergangenen Jahres: 2.300 Personen wurden versorgt, 100 ins Spital eingeliefert. Darunter fanden sich zum Glück keine lebensbedrohlichen Notfälle.


Festival-Kit
Folgendes sollte der Festivalbesucher dabei haben, damit der Megaparty nichts im Weg steht:
• Sonnenschutz: Kappe, Sonnencreme und Wasser.
• Regenschutz: Wetter kann schnell umschlagen.
• Warme Kleidung: In der Nacht kann es kalt werden.
• Schuhwerk: Durch das Tragen Schnittverletzungen vermeiden.
• Selbstschutz: Auf Gehörschutz, Ruhe, Medikamente und Verbandszeug nicht vergessen. Nicht zögern, Hilfe zu holen, wenn du sie brauchst.