Erstellt am 25. August 2012, 08:34

Gewerkschaft unterstützt Leiharbeitsnovelle. Die Produktionsgewerkschaft Pro-GE, die frühere Metallergewerkschaft, unterstützt die Einrichtung eines "Sozial- und Fortbildungsfonds" für Leiharbeiter, die keinen Anschlussjob finden.

"Das Risiko von Stehzeiten ist Teil des Geschäftsmodells Arbeitskräfteüberlassung, sie sind daher von den Leiharbeitsfirmen zu bezahlen", erklärte am Freitag Rene Schindler, Bundessekretär der ÖGB-Teilorganisation.

"Mit dem in Planung befindlichen Sozial- und Weiterbildungsfonds soll ein Anreiz gegen 'hire and fire' und für die Aufrechterhaltung der Arbeitsverhältnisse während der Stehzeiten geschaffen werden." Überlasser, die das Arbeitsverhältnis nicht mit Ende eines Einsatzes auflösten, sondern die Arbeitnehmer weiter bezahlen bis ein neuer Einsatz beginnt, "werden einen Teil der Lohnkosten ersetzt erhalten".

Geplant ist, dass im ersten Jahr 0,25 Prozent der Lohnsumme in einen "Sozial- und Fortbildungsfonds" eingezahlt werden müssen, bis 2017 soll der Satz auf 0,8 Prozent steigen. Im Endausbau sollen so gute 10 Mio. Euro zusammenkommen. Mit dem Geld könnten einmalige Zuschüsse zum Arbeitsgeld oder Weiterbildungskurse finanziert werden. Es soll bereits weitgehend Einigkeit zwischen SPÖ und ÖVP bzw. den Sozialpartnern herrschen.