Erstellt am 10. Oktober 2011, 10:43

Immer weniger Bauern mit immer größeren Betrieben. Das Bauernsterben geht weiter, übrig bleiben immer größere Betriebe. Gab es vor 15 Jahren noch 239.100 Bauernhöfe, waren es im Vorjahr nur noch 175.700.

Gleichzeitig erhöhte sich die Betriebsgröße von 31,8 auf 41,4 Hektar, geht aus der Agrarstrukturerhebung der Statistik Austria hervor. Besonders dramatisch ist der Strukturwandel bei den Schweinehaltern.

1995 hat es noch in 106.900 Höfen gegrunzt, so waren es 2010 nur noch 38.000 Betriebe. Gleichzeitig hat sich die Betriebsgröße mehr als verdoppelt - von 35 Schweinen pro Hof auf 85. Auch bei den Rindern ging die Tendenz hin zum größeren Bauern. Von 115.700 Hörndlbauern blieben im Vorjahr nur noch 71.700 über. Der Rinderbestand pro Hof erhöhte sich von 20 auf 28 Stück.

Auch die Zahl der Schafe- und Ziegenhirten sinkt, bei steigender Betriebsgröße. Allerdings sind hier die Zahlen pro Betrieb überschaubar. Ein durchschnittlicher Ziegenbauer hält acht Tiere.

Beachtlich ist der Verlust an landwirtschaftlich genutzter Fläche. Sie sank von 3,4 Millionen auf 3,0 Mio. Hektar. Im Gegenzug stieg die Größe pro Bauernhof - von 10 auf 16,3 Hektar (ein Hektar sind 10.000 Quadratmeter). Von 140.100 Körndlbauern noch vor 15 Jahren blieben aktuell 83.600 über.

Wie in anderen europäischen Ländern auch leben die heimischen Bauern zu einem erheblichen Maß von Förderungen. Sie machen rund zwei Drittel des Einkommens aus. Das ist deutlich über dem EU-Schnitt von rund 40 Prozent.