Erstellt am 19. März 2012, 18:05

Kampagne gegen Müll am Straßenrand. "Sei keine Dreckschleuder - Straßengräben sind keine Mülldeponie" - diese Botschaft können Autofahrer im Burgenland demnächst wieder auf Plakaten und Transparenten entlang stark befahrener Straßenabschnitte lesen.

müll dose  |  NOEN
Der Slogan verweist auf eine landesweite Kampagne, die beitragen soll, den von Verkehrsteilnehmern angehäuften Müllberg zu verringern. Pro Jahr landen allein im Burgenland rund 1.400 Tonnen Abfälle am Straßenrand.

Die Entsorgung des weggeworfenen Mülls koste etwa eine Million Euro: "Das sind verschwendete Steuergelder, die durch diese illegale Müllentsorgung aufgebracht werden müssen", erklärte Straßenbaulandesrat Helmut Bieler (S) am Montag anlässlich der Präsentation der Kampagne, die zum dritten Mal stattfindet.

Die Aufmerksamkeit der Autofahrer will man auch durch Aktionismus gewinnen: Im Vorjahr wurden beispielsweise im Kreisverkehr zwischen Eisenstadt und Trausdorf 20 volle Müllsäcke abgelegt. Das entspricht laut den Initiatoren jener Menge, welche Mitarbeiter der Straßenmeisterei binnen drei Tagen rund um die Landeshauptstadt aus den Straßengräben holen.

"Sei keine Dreckschleuder" ist eine Initiative des Amtes der Burgenländischen Landesregierung, der Landesumweltanwaltschaft und des ORF Burgenland in Zusammenarbeit mit der Asfinag, dem Burgenländischen Müllverband (BMV) und McDonalds. Der BMV organisiert zum Auftakt eine landesweite Flurreinigungsaktion, an der sich im Vorjahr 105 Gemeinden beteiligten.

Der ORF Burgenland bewirbt die Initiative zwei Wochen - vom 26. bis 31. März und von 25. bis 30. Juni - mit Spots im Hörfunk- und TV-Programm. An Brücken von Autobahnen, Schnell- und Landesstraßen werden Transparente angebracht. An Kreisverkehren und vor Fast Food-Restaurants machen Plakate auf die Initiative aufmerksam.