Erstellt am 18. März 2013, 12:21

Kampagne nimmt Radwege ins Visier. Im Burgenland startet am 18. März wieder die Müllvermeidungskampagne "Sei keine Dreckschleuder".

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Bis zum 24. März und vom 24. bis 30. Juni gibt es rund um das Thema zugemüllte Straßen Spots im TV-Programm und im Radio. Die Kampagne widmet sich heuer nicht nur den hohen Strafen, die drohen, wenn man Müll achtlos auf die Straße wirft, sondern nimmt Burgenlands Radwege ins Visier.

"Das gesamte Landesstraßennetz umfasst eine Länge von rund 1.800 Kilometer. Für die Müllsammlungen ist in besonders stark betroffenen Straßenmeistereien jährlich ein Arbeitsaufwand von durchschnittlich 1.600 Arbeitsstunden erforderlich, wobei Schwerpunktaktionen und Sondereinsätze darin noch nicht berücksichtigt sind", erläuterte Straßenbaureferent Helmut Bieler (S).

Im Jahr landen etwa 1.400 Tonnen Müll auf den heimischen Straßen. Die Entsorgung kostet rund eine Million Euro. Um dem entgegen zu wirken und die Verkehrsteilnehmer auf die Konsequenzen für Umwelt, Land und im Falle einer Strafe (bis zu 8.800 Euro, Anm.) für die eigene Geldbörse hinzuweisen, geht die Kampagne heuer bereits in die vierte Saison.

Betroffene schildern dieses Mal, wie sie vom Müll beeinträchtigt werden. Neu ist auch, dass auf Radwegen Hinweistafeln mit dem Sujet "Sei keine Dreckschleuder" aufgestellt werden. Die Ausweitung auf Güter- und Radwege sei ein wichtiger Schritt, meinte Agrarlandesrat Andreas Liegenfeld (V).

Wer sich mit der Aktion identifiziert, kann mit einem neuen Pickerl zeigen, dass er "keine Dreckschleuder" ist. Den Aufkleber gibt es in allen burgenländischen Gemeindeämtern, bei der Landesumweltanwaltschaft und beim ORF Burgenland Kundendienst.

Die Kampagne ist eine Initiative des Landes Burgenland, der Landesumweltanwaltschaft und des ORF Burgenland in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, dem Burgenländischen Müllverband und der ASFINAG.