Neudörfl

Erstellt am 09. November 2016, 15:17

von Judith Jandrinitsch

BVZ-Martini für Neudörfls Bürgermeister. Neudörfls SPÖ-Bürgermeister Dieter Posch wird nicht müde, gegen Benachteiligung zu kämpfen.

Preisverleihung. BVZ-Leiter Markus Stefanitsch, Dieter Posch, Redaktionsleiterin Bettina Eder und Parteikollege Bernhard Müller (v.l.) als erster Gratulant.  |  Windbüchler

Pauschalaussagen über Asylwerber beziehungsweise Flüchtlinge lehnt der langjährige Ortschef genauso ab, wie er die gegenwärtige Flüchtlingsdiskussion kritisch betrachtet, weil es seiner Meinung nach eine „Scheindiskussion“ ist.

Denn, so Posch: „Diskussionen rund um Obergrenzen, wie viele Flüchtlinge jetzt ins Land dürfen, bevor wir die Grenzen dicht machen müssen, bringen uns nicht weiter. Sie verstellen nur die Sicht auf jene geflohenen Menschen, die bereits bei uns im Land sind.

Und wir müssen uns um die Integration eben dieser Menschen kümmern, sonst bekommen wir in der Zukunft jene Probleme, die die FPÖ jetzt schon herbeiredet.“ In seiner Gemeinde ist es gelebte Normalität, „Neu-Neudörfler“ in die Gesellschaft aufzunehmen. Doch Posch betont: „Das ist aber nicht allein mein Verdienst.

„Diskussionen rund um Obergrenzen, wie viele Flüchtlinge jetzt ins Land dürfen, bevor wir die Grenzen dicht machen müssen, bringen uns nicht weiter."

Das Haus Sarah der Caritas gibt es mittlerweile über 25 Jahre und es gehört der Erzdiözese Wien.“ Auch ist Posch ein gefragter Vortragender, wenn es darum geht, Einblicke in die Arbeit einer Gemeinde zu geben, die sich nicht davor fürchtet, Flüchtlinge aufzunehmen. Also war Dieter Posch „wie ein Wanderprediger“ nicht nur im Burgenland unterwegs.

„Aufgedrängt habe ich mich aber nie. Ich komme nur, wenn man mich einlädt“, hält der Bürgermeister fest. Auf seine Expertise wollten bis jetzt weder der Städtebund, das Forum Alpbach noch der ehemalige Flüchtlingskoordinator Christian Konrad verzichten. So zeigte sich Posch auch bei der Martini-Preisverleihung bescheiden: „Ich tue ja nichts anderes, als über die Themen Benachteiligung und Migration immer wieder öffentlich zu reden.“