Erstellt am 18. Juli 2014, 10:31

Kaum Befürworter für Binnen-I & Co. Das sprachliche Gendern, darunter das Binnen-I, stößt bei den Österreichern auf wenig Akzeptanz und hat kaum Befürworter.

 |  NOEN, BilderBox - Erwin Wodicka / Söllner

Lediglich knapp die Hälfte konnte in der "Spectra"-Umfrage überhaupt etwas mit Begriffen wie "geschlechtergerechte Sprache" oder "geschlechtergerechtes Formulieren" anfangen. Nicht ganz ein Drittel fühlt sich vom Thema sogar geärgert und hält es für übertrieben. Nur 49 Prozent - 51 Prozent der Männer und gar nur 47 Prozent der Frauen - wussten, was mit der Formulierung "geschlechtergerechte Sprache" (Binnen-I - z.B. SportlerInnen; Schrägstrich - z.B. Sportler/innen; Doppelform - z.B. Sportlerinnen und Sportler) gemeint ist. Der Rest konnte wenig bis gar nichts damit anfangen.

Für 56 Prozent (58 Prozent der Männer und 54 Prozent der Frauen) hatte eine geschlechtergerechte Formulierung wenig bis keine Bedeutung. Nur für zwölf Prozent der Befragten war geschlechtergerechte Sprache generell wichtig und hat Aufmerksamkeit verdient. Hier zeigte sich allerdings ein Unterschied zwischen Männern (acht Prozent) und Frauen (16 Prozent).

Spectra unterschied bei der Befragung auch, wann "gegendert" werden soll. Vorgaben waren eine Verständigung einer Wahlbehörde und eine Sport-Berichterstattung. Beim Brief der Wahlbehörde sprach sich rund ein Viertel (23 Prozent) für eine geschlechtergerechte Sprache aus, knapp zwei Drittel waren für die herkömmliche Formulierungsweise, 40 Prozent war die Schreibweise egal. Bei Sportberichterstattung zeigte sich ein etwas anderes Bild: Hier waren gut 36 Prozent für Binnen-I & Co, 31 Prozent für die herkömmliche Schreib- oder Formulierungsweise, 32 Prozent war es gleichgültig.

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