Erstellt am 08. Oktober 2013, 11:02

Kunstschaffende fordern eigenes Kulturministerium. Die österreichischen Kunstschaffenden haben am Dienstag in einem Offenen Brief für ein eigenes Kulturministerium in der neuen Legislaturperiode plädiert.

 |  NOEN, BilderBox.com (BilderBox - Erwin Wodicka)

 "Kunst und Kultur haben in einem gemeinsamen Ministerium mit Unterricht keinen Platz", erklärten Gerhard Ruiss, Elfriede Jelinek, Robert Menasse, Olga Neuwirth und 96 weitere Kunstschaffende. Die Kulturangelegenheiten dürften nicht nur weiterverwaltet, sondern sollen gestaltet werden, zogen die 100 Kunstschaffenden ihre "Lehren aus der Bildungsdebatte, den schulpolitischen Auseinandersetzungen und den Verhandlungen um ein neues Lehrerdienstrecht".

"Wir brauchen ein Kunst- und Kulturministerium, in dem es Raum für Entwicklung gibt, mit dem Kulturpolitik möglich ist", heißt es in dem Brief weiter. In diesem Ministerium sollten alle derzeit auf mehrere Ministerien verstreuten Agenden eingebunden werden - nicht zuletzt die aktuell im Justizministerium angesiedelte Zuständigkeit für das Urheberrecht. Ein Staatssekretariat für Kultur wird von den Kunstschaffenden abgelehnt.