Erstellt am 17. Mai 2011, 12:30

Lange Nacht der Kirchen mit 3.200 Veranstaltungen. Mehr als 700 Gotteshäuser öffnen in der "Langen Nacht der Kirchen" ihre Pforten.

Mehr als 700 Gotteshäuser öffnen in der "Langen Nacht der Kirchen" ihre Pforten. Rund 3.200 Veranstaltungen in Österreich sowie in manchen Nachbarländern sollen am 27. Mai für einen neuen Besucherrekord sorgen. Das Angebot reicht von musikalischen Darbietungen über Lichtinstallationen im Linzer Mariendom und im Wiener Stephansdom bis zu einer Diskussion über die Reaktorkatastrophe in Fukushima.

"Das Bedürfnis nach religiöser Nahrung ist groß", lieferte der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura - gleichzeitig Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich - am Dienstag in einer Pressekonferenz eine Begründung für den Zulauf in der "Langen Nacht der Kirchen". Gerade in Zeiten zunehmender Säkularisierung müsse man die Tradition lebendig halten. Dura betonte auch den ökumenischen Charakter der Veranstaltung: "Die Einheit wird wieder belebt." Im vergangenen Jahr wurden bei der "Langen Nacht" knapp 350.000 Besucher gezählt.

Prälat Karl Rühringer, Bischofsvikar für Wien Stadt, betonte den grenzüberschreitenden Charakter der "Langen Nacht". In Ländern, wo Religion teilweise unterdrückt worden sei, sei so etwas wie ein "neuer Frühling" zu erleben. In diesem Jahr werde erstmals die Slowakei mit demselben Logo und am selben Abend dabei sein. Und zum ersten Mal beteilige sich auch Ungarn an der "Langen Nacht der Kirchen".

Für Michael Wolf, Senior der evangelischen Kirche, soll die "Lange Nacht" ein "fröhliches Forum werden, in dem die Kirchen einen Blick nicht nur in das Innere ihrer Räume gewähren, sondern auch Einblicke in ihre gelebten Überzeugungen".

Ein Novum bei der "Langen Nacht der Kirchen" ist die Öffnung der Virgilkapelle aus dem 13. Jahrhundert unter dem Stephansplatz. Derzeit ist der rätselhafte Ort aufgrund jahrelanger Restaurierungsmaßnahmen geschlossen.