Erstellt am 11. Februar 2013, 09:14

Leopold-Ausstellung im Landesmuseum NÖ. Vor 350 Jahren - im Jahr 1663 - ist der Hl. Leopold unter der Regierung seines Namensvetters Kaiser Leopold I. anstelle des Hl. Koloman zum niederösterreichischen Landespatron erhoben worden.

 |  NOEN, Lackinger
Daran erinnert die Schau "Hl. Leopold - Mensch, Politiker, Landespatron" im Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten (24. Februar 2013 bis 26. Jänner 2014). Präsentiert werden dabei auch Werke zeitgenössischer Künstler.

Die in enger Kooperation mit dem Stift Klosterneuburg entstandene Sonderausstellung stellt das Leben der historischen Person, die Erfindung einer idealtypischen Figur als Vorbild künftiger Politikergenerationen, seine Bedeutung als Klostergründer und seine Wirkung als Identifikationsfigur bis in unsere Tage in den Mittelpunkt. Neueste Untersuchungsergebnisse seiner DNA haben auch die Ausstellungsarchitektur von Toledo i Dertschei inspiriert. Als Kuratoren firmieren der Klosterneuburger Stiftsarchivar Karl Holubar, Stiftsmuseumsleiter Wolfgang Christian Huber und Carl Aigner, Direktor des Landesmuseums.

Den Babenberger Leopold III. (ca. 1075-1136) als Persönlichkeit fassbar zu machen, gestaltet sich nach wie vor äußerst schwierig. Es sind keine direkten Zeugnisse überliefert, alle Nachrichten sind überlagert von Mythen und Legenden. Unser heutiges Bild von Leopold III. ist wesentlich von der Gründungslegende des Stiftes Klosterneuburg geprägt. Die Schleierlegende ist eine der ältesten Ursprungslegenden Österreichs, bereits 1371 in einer Handschrift festgehalten. Die Heiligsprechung im Jahr 1485 nahm Papst Innozenz VIII. vor. Die historischen Recherche-Ergebnisse kontrastieren Künstler mit eigens für die Ausstellung geschaffenen Werken. Christian Deschka, Moussa Kone, Georg Koenigstein, Thomas Kosma, Nicolas Mahler, Ona B., Agnes Prammer, Simon Quendler, Markus Redl, Roman Scheidl, Deborah Sengl, Christina Starzer, Herwig Zens haben sich dabei beteiligt.

Bis 16. Juni läuft im Landesmuseum noch die Ausstellung "Von Boeckl bis West. Kunst nach 1945". Außerdem folgen heuer u.a. noch "Unbekannte Moderne - aus Tschechien und Mitteleuropa" (5. Juli bis 3. November) und "Poesie der Geometrie", eine Retrospektive zum 90. Geburtstag von Josef Schagerl (31. August bis 17. November), weiteres starten eine Schau über Broncia Koller-Pinell (29. November 2013 bis 12. Oktober 2014) und eine Gruppenpräsentation "Ausnahmefrauen" über Hildegard Joos, Christa Hauer sowie Susanne Wenger (29. November 2013 bis 12. Oktober 2014).