Erstellt am 28. März 2013, 12:20

März 2013 weit entfernt von Minusrekorden. Der März 2013 - gefühlt einer der ungemütlichsten seit langem. Oder überhaupt der ungemütlichste? Weit gefehlt.

Ein Bagger bei Schneeräumarbeiten am Dienstag, 26. März 2013, in Klosterneuburg. Die Osterwoche präsentiert sich bisher in ganz …sterreich tiefwinterlich.  |  NOEN, HERBERT PFARRHOFER (APA)
Zwar lag die Schneedecke selbst noch gegen Ende des Monats geschlossen über weiten Teilen Österreichs, während sich Eislawinen von den Dächern stürzten. Doch punkto Allzeit-Rekorde liegt der heurige März "irgendwo im Mittelfeld", rechnete Alexander Orlik, Klimatologe an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik am Donnerstag vor.

"Vom kältesten März sind wir weit entfernt", so Orlik. Vielleicht lässt sich der Unmut über den hartnäckig absenten Frühling mit dem Vorjahr begründen. Denn da war es um diese Zeit ungewöhnlich warm - 2,7 Grad über dem langjährigen Mittel. "Jetzt ist es in etwa so wie 2006, da lagen wir auch rund 1,7 Grad drunter." Nur: Damals war die Schneedecke lediglich bis zum 17. März eine geschlossene.

"Dass Schnee fällt, ist nichts Ungewöhnliches, sehr wohl ungewöhnlich ist aber, dass er so lange liegen bleibt", sagt Orlik. Eine Schneedecke in Wien Ende März sei selten, das wäre das bisher letzte Mal 1996 vorkommen. Orlik: "Nur war es damals nicht so kalt, sondern von der Menge her sehr viel." Über den Daumen gepeilt könne man sagen, dass Schnee Ende März so etwa alle 15 Jahre vorkommt.

Schuld an allem sind die sogenannten Eistage mit Temperaturen unter Null Grad. In Wien sind nach dem 20. März besonders selten. In den vergangenen Jahren sind derartige Wetterphänomene lediglich 1958 und 1883 registriert worden - in Klagenfurt überhaupt noch nie. In Retz (NÖ) war es gleich um 3,5 Grad kälter als normal, was jedoch auch "nur" Platz 17 in der ewigen Mess-Liste bedeutet.

Apropos: 2012 hatte es am 25. März 20 Grad - bei strahlendem Sonnenschein in beinahe ganz Österreich...