Erstellt am 01. April 2016, 12:49

von NÖN Redaktion

Martin Korpitsch feiert Sechziger. "Brückenbauer, Pionier und Leuchtturm der Martinsdiözese" - lobende Worte fand Bischof Zsifkovics über Generalvikar Martin Korpitsch, der am 23. April seinen 60. Geburtstag feiert.

Foto: Diözese Eisenstadt  |  NOEN, Diözese Eisenstadt
"Seine Offenheit und Leutseligkeit im unkomplizierten Zugehen auf die Menschen, sein seismografisches Gespür für deren Hoffnungen und Ängste, sein unermüdliches Arbeiten im Garten des Herrn macht Martin Korpitsch zu einer der ganz großen Gestaltungskräfte des neuen pastoralen Wegs der Diözese Eisenstadt", so Bischof Zsifkovics über Generalvikar Martin Korpitsch, der am 23. April seinen 60. Geburtstag feiert.

Als "Brückenbauer, Pionier und Leuchtturm der Martinsdiözese" würdigt Bischof Ägidius J. Zsifkovics Generalvikar Martin Korpitsch, der am 23. April seinen 60. Geburtstag feiert. Zeit zum Feiern nimmt sich der stets umtriebige Generalvikar, der wie kaum ein anderer nicht nur das Ohr unmittelbar am Herzschlag der Diözese hat, sondern dessen Sauerstoffversorgung tagtäglich und tatkräftigst unterstützt, freilich keine.

"Er ist ein Meister, Brücken der Verständigung zu bauen, und wird gerade mit seiner bodenständigen, bescheidenen Art selbst zu einem spirituellen Leuchtturm der ‚Martinstaten’, die christliche Nächstenliebe und liebendes Füreinander im ganz Alltäglichen, Konkreten und scheinbar Unscheinbaren verwirklichen", so der Bischof.

Martin Korpitsch, der Pastorale Weg "in Fleisch und Blut"

Seit 1. September 2013 ist Martin Korpitsch Generalvikar der Diözese Eisenstadt und fungiert somit als Stellvertreter des Dözesanbischofs sowie an der Spitze der diözesanen Verwaltung. Für Bischof Zsifkovics sei die damalige Ernennung, die er aus einem "intensiven Hineinhörens in die Anliegen und Bedürfnisse der Diözese" getroffen habe, eine "der ganz wichtigen Weichenstellungen" für die Arbeit an der Zukunftsausrichtung der Diözese gewesen.

"Der neue Pastorale Weg der Diözese, der die Herzmitte des Evangeliums auf der Höhe unserer Zeit ausbuchstabieren und in der Eröffnung lebensweltlich breit verankerter Verantwortungs-, Mitwirkungs- und Mitbestimmungsräume lebendig werden lassen möchte, hat in der Person des Martin Korpitsch sozusagen Fleisch und Blut angenommen."

"Schrittmacher für den Dialog der Herzen"

Was Korpitsch zu dem "Fleisch und Blut gewordenen neuen Pastoralen Weg" mache, sei wesentlich auf dessen Verbundenheit mit den Menschen und Gestaltungskraft im Eröffnen von Begegnungsräumen zurückzuführen:

"Wir sind stolz einen Generalvikar zu haben, der ein echter Schrittmacher für den Dialog der Herzen ist. Seine Offenheit und Leutseligkeit im unkomplizierten Zugehen auf die Menschen, sein seismografisches Gespür für deren Hoffnungen und Ängste, sein unermüdliches Arbeiten im Garten des Herrn macht Martin Korpitsch zu einer der ganz großen Gestaltungskräfte des neuen pastoralen Wegs der Diözese Eisenstadt", würdigt der Bischof den Generalvikar.

Große Verdienste um Vorbereitung für Papstbesuch

Martin Korpitsch wurde am 23. April 1956 in Graz geboren, aufgewachsen ist er in seiner Heimatpfarre Mogersdorf. 1974 tritt er in das Bischöfliche Priesterseminar der Diözese Eisenstadt ein und beginnt seine theologischen Studien an der Universität Wien, die er 1982 mit der Sponsion zum Magister abschließen kann.

Am 29. Juni 1980 wird Korpitsch im Martinsdom vom damaligen Eisenstädter Diözesanbischof Stefan László zum Priester der Diözese geweiht, seine erste Tätigkeit ist die eines Kaplans in der Dom- und Stadtpfarre Eisenstadt. Von 1981 bis 1987 fungierte er als Bischöflicher Sekretär von Bischof László, anschließend war er als Sekretär des Bischöflichen Ordinariats wesentlich für die Vorbereitungsarbeiten des Pastoralbesuchs von Papst Johannes Paul II. in der Martinsdiözese Burgenland verantwortlich.

Als Brückenbauer und "Schrittmacher im Dialog der Herzen" konnte sich Korpitsch auch in seiner Zeit als Pfarrmoderator und Pfarrer in Schützen am Gebirge (1988 bis 1995) und Donnerskirchen (1989 bis 1995) auszeichnen. Zehn Jahre lang, von 1995 bis 2005, war er Stadtpfarrer von Pinkafeld und kirchlicher Assistent der Franziskusgemeinschaft in Pinkafeld, bis 2011 war er geistlicher Assistent und Mitglied des Kuratoriums der Caritas.

"himmel&haydn"-Konzert für Generalvikar

Martin Korpitsch, der 1999 zum Bischöflichen Geistlichen Rat ernannt wurde, wirkte von 2000 bis 2005 als Dechant des Dekanats Pinkafeld und ab 1. September 2005 als Probst- und Stadtpfarrer von Eisenstadt-Oberberg sowie als Stadtpfarrer von Eisenstadt-Kleinhöflein. Er gehört zu den großen Förderern der Initiative "himmel &haydn", die den Generalvikar mit einem "Gesprächskonzert" unter dem Titel "Und eine neue Welt..." (aus J. Haydn: "Die Schöpfung") am Sonntag, dem 10. April 2016, um 18 Uhr in der Haydnkirche Eisenstadt würdigt.

"Dieses Gesprächskonzert möchte den Menschen, Priester und Musikfreund Martin Korpitsch vorstellen und dazu soll Musik erklingen, die in einem ganz besonderen Bezug zu ihm steht: sei es durch die Komponisten, sei es durch die ausführenden Künstlerinnen und Künstler, sei es durch die Stücke selbst, die dem weltumspannenden Sendungsbewusstsein, das alle Tätigkeiten von Martin Korpitsch umspannt, den klanglichen Rahmen gibt", so Gerhard Krammer, künstlerischer Leiter von "himmel&haydn", zum Programm mit Musik von Joseph Haydn, Johann Sebastian Bach, zeitgenössischer Musik sowie Weltmusik aus Indonesien. Der Reinerlös aus dem Gesprächskonzert kommt einem karitativen Projekt zugute, das dem Generalvikar am Herzen liege.

Motor für zeitgemäße Seelsorge

Der Träger des Ehrenzeichens des Landes Burgenland wurde am 8. Mai 2013 zum Generalvikar der Diözese Eisenstadt ernannt, eine Ernennung, die mit 1. September 2013 wirksam wurde.

Als solcher ist Martin Korpitsch einer der wesentlichen Pioniere auf dem Weg der Neuausrichtung der diözesanen Seelsorgeräume, der Vernetzung spiritueller Gemeinschaften in der Stärkung von Partizipation, Eigenverantwortung und Mitbestimmung – eben ein "Brückenbauer in der Martinsdiözese, ein Schrittmacher im Dialog der Herzen", wie es Bischof Zsifkovics auf den Punkt bringt.