Erstellt am 14. September 2011, 13:36

Mehr Geld für weniger Kultur-Projekte. Im Burgenland wurden im vergangenen Jahr 882 Projekte aus den Bereichen Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung mit 20 Mio. Euro gefördert. Das geht aus dem von Kulturlandesrat Helmut Bieler präsentierten Kulturbericht 2010 hervor. Im Vergleich zum Jahr 2009 bedeutet das: Mehr Geld für weniger Projekte.

Helmut Bieler  |  NOEN
Grund dafür seien einerseits Sonderausgaben im Vorjahr wie etwa der Kulturpreis, aber auch die höhere Projektanzahl 2009, die aufgrund des Haydn-Jahres größer ausgefallen sei, hieß es aus Bielers Büro.

Neben dem Kulturpreis, der nur alle drei Jahre vergeben wird, wurden im Vorjahr auch mehr Fördergelder für Renovierungs- und Adaptierungsmaßnahmen an historischen Gebäuden, wie etwa dem Liszthaus in Raiding, aufgewendet. Außerdem wurden für das heurige Liszt-Jahr bereits 2010 einige weitere Vorbereitungen getroffen, die aus diesem Grund auch in den aktuellen Kulturbeicht fallen, erläuterte der Landesrat.

Der größte Posten fällt mit mehr als 55 Prozent und knapp 11,1 Mio. Euro auf den Bereich Aus- und Weiterbildung. Bildung sei "die Grundlage für wirtschaftliche, gesellschaftliche aber auch politische Entwicklung", erläuterte Bieler. Deshalb habe es bei der Budgeterstellung im Bildungsbereich keinerlei Einschränkung gegeben, so der SP-Politiker, der auch das Amt des Finanzlandesrats innehat. Man sei überzeugt, dass "jeder Euro in diesem Bereich eine gute Investition für die Jugend, für die Gesellschaft und für die Zukunft des Landes ist".

Der zweitgrößte Förderposten fiel im Jahr 2010 auf Kulturinitiativen und Kulturzentren mit mehr als 2,09 Mio. Euro, gefolgt von Großveranstaltungen mit rund 2,04 Mio. Der Kulturbericht 2010 ist im Internet abrufbar.