Erstellt am 28. Mai 2013, 12:44

Mehr Wochenendarbeit drückt Arbeitszufriedenheit. Die Arbeitszufriedenheit der Österreicher insgesamt hat sich in den vergangenen zwei Jahren kaum verändert, der Arbeitsklimaindex der Arbeiterkammer stagniert bei 108 Punkten.

Aber im Teilbereich Zeiteinteilung, wo auch Wochenendarbeit und Überstunden abgefragt werden, hat es eine Verschlechterung gegeben. Auch sind die Österreicher pessimistischer in Bezug auf die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes. Laut am Dienstag veröffentlichtem Arbeitsklimaindex der AK Oberösterreich ist der Anteil der Erwerbstätigen, die häufig samstags arbeiten müssen, im vergangenen Jahr von 17 auf 22 Prozent gestiegen. Davon sind vor allem junge Frauen betroffen. Der Anteil der Menschen mit häufiger Sonntagsarbeit hat von neun auf zwölf Prozent zugelegt.

Und wer häufig am Wochenende arbeitet ist weniger zufrieden mit seiner Arbeitssituation. Vier von fünf Arbeitnehmern, die (fast) nie am Wochenende arbeiten, sind zufrieden, unter Menschen mit häufiger Wochenendarbeit ist nur gut die Hälfte zufrieden.

Auch Menschen, die häufig in der Nacht arbeiten oder Überstunden leisten müssen, seien weniger zufrieden, kritisiert AKOÖ-Präsident Johann Kalliauer aus diesem Anlass. Daher fordere er kürzere Arbeitszeiten und weniger Überstunden und einen Zusatzeuro an den Staat pro geleisteter Überstunde.

Nur mehr 58 Prozent der Beschäftigten sind für die wirtschaftliche Zukunft des Landes optimistisch, davor waren es 64 Prozent. 81 Prozent statt 85 Prozent sehen für den eigenen Betrieb die Zukunft rosig. Dabei sorgen sich vor allem Beschäftigte mit niedriger Qualifikation um ihren Arbeitsplatz. Hier sind sich nur mehr 15 statt 20 Prozent ihres Arbeitsplatzes sicher.

Die AK erhob auch einen großen Unterschied bei der Zufriedenheit mit dem Arbeitsumfeld. Während Menschen ohne Migrationshintergrund zu 91 Prozent mit den Kollegen und zu 70 Prozent mit dem Führungsstil bzw. ihrer eigenen beruflichen Position zufrieden sind, haben nur 74 Prozent der Migranten befriedigende Beziehungen mit den Kollegen und nur etwa die Hälfte ist mit dem Führungsstil des Chefs sowie der eigenen sozialen Position als Arbeitnehmer zufrieden.