Erstellt am 11. Dezember 2013, 09:00

„Mein ganzes Herz hängt an der Bühne“. Dagmar Schellenberger, Sängerin und Mörbisch-Intendantin, im Gespräch mit Gerti Süss über ihr Engagement im Stadtheater Baden.

Dagmar Schellenberger, Sängerin und Mörbisch-Intendantin, im Gespräch mit Gerti Süss über ihr Engagement im Stadtheater Baden. Foto: Lichtstark  |  NOEN, Lichtstark

BVZ: Sie singen ab 14. Dezember im „Feuerwerk“ die Iduna, die Frau des Zirkusdirektors. Was gefällt Ihnen an diesem Stück?
Schellenberger: Es ist einfach lustig und herzerfrischend. Als Bobby Herzl (künstlerischer Leiter des Stadttheaters Baden, Anm.) vor über einem Jahr gefragt hat, ob ich da mitwirken möchte, war ich sofort dabei.

Haben Sie eine Beziehung zum Zirkus?
Naja, ich stehe seit 32 Jahren auf der Bühne, bin sehr viel in der Welt herumgereist und hatte ständig neues Publikum. Das ist dem Zirkusleben schon ein bisschen ähnlich.

Ich finde es schön, nicht nur Intendantin zu sein

Mörbisch und Baden sind so etwas wie die Operetten-Hotspots in Österreich. Stehen diese beiden Spielorte im Sommer in starker Konkurrenz zueinander?
Nein, und wenn, dann nur im positiven Sinne. Ich würde uns eher als Mitstreiter im Dienste der guten Operette bezeichnen. Es ist mehr Kooperation als Konkurrenz. Und ich finde es schön, nicht nur Intendantin zu sein, sondern auch singen zu können. Denn schließlich hängt mein ganzes Herz an den Brettern, die für viele von uns die Welt bedeuten.

Es ist eher selten, dass eine Intendantin auf einer anderen Bühne singt. Riskieren Sie dabei nicht, sich eine Flanke aufzumachen?
Egal wo man auftritt – die Leistung muss man immer bringen. Auf einer anderen Bühne zu stehen, ist für mich kein Problem. Und ich finde, dass die Rolle der Iduna sehr gut zu mir passt und ich mich gut ins Ensemble eingespielt habe. Man muss schließlich auf allen Bühnen ein Teamplayer sein.