Erstellt am 13. November 2013, 13:45

Michael Landau neuer Caritas-Präsident. Der neue Präsident der Caritas Österreich heißt Michael Landau. Bei der Direktoren-Konferenz am Mittwoch im Vorarlberger Zwischenwasser wurde er zum Nachfolger von Franz Küberl gewählt, der sich nach 18 Jahren zurückzieht.

Landau (53), seit 1995 Caritasdirektor der Erzdiözese Wien, wurde mit Zwei-Drittel-Mehrheit der acht anwesenden Direktoren geheim gewählt.

"Wir stehen an der Seite der Armen"

In einer ersten Reaktion zeigte sich Landau erfreut und dankbar für das Vertrauen, das ihm die Caritasdirektoren ausgesprochen haben. "Die Aufgabe der Caritas ist Nächstenliebe ohne Wenn und Aber. Wir stehen an der Seite der Armen", erklärte Landau die Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit. Er werde "wo notwendig auch beharrlich und unangenehm sein", betonte er.

Neben der Armutsvermeidung und -bekämpfung seien Pflege und Hospiz ein großes Feld. Man werde "mehr europäische Antworten" brauchen und dabei "ein klares Wort nicht scheuen", so der neue Präsident. "Es braucht den Blick über den Tellerrand", sagte er.

Entwicklungszusammenarbeit und Hilfe auf den Philippinen

Landau stellte sich hinter die Forderung seines Vorgängers Franz Küberl nach mehr Mitteln für die Entwicklungszusammenarbeit. Auch auf den Philippinen sei rasche Hilfe nötig. "Die Situation ist dramatisch, und jeder Euro rettet Leben", nutzte Landau seinen ersten Auftritt für einen Appell.

Auch in Österreich sollten die Armen nicht vergessen werden. Die Kosten für eine "Kärntner Pleitebank" dürften nicht die Armen bezahlen, erklärte er in Richtung einer neuen Bundesregierung.

Landau mit optimistischem Blick in die Zukunft

Der "gute Grundwasserspiegel der Solidarität" in Österreich stimme ihn aber zuversichtlich für die künftigen Herausforderungen.

Landau ist für drei Jahre gewählt, die offizielle Amtsübergabe findet am 29. November statt. Entgegen erster Informationen wurde Landau nicht ohne Gegenstimme, sondern laut Küberl mit Zwei-Drittel-Mehrheit der acht anwesenden Direktoren geheim gewählt. Für die Direktorenkonferenz entschuldigt waren Bischof Manfred Scheuer und die burgenländische Direktorin Edith Pinter.