Erstellt am 10. September 2012, 15:56

Mikl-Leitner: Kein adäquater Ersatz für Zivildienst. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (V) ist zwar mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) "permanent im Gespräch". Sein Modell eines freiwilligen Sozialjahres ist für sie aber keine taugliche Alternative für den Zivildienst.

Denn für diesen gebe es "keinen adäquaten Ersatz", sagte Mikl-Leitner am Montag nach der zweiten Gesprächsrunde mit Trägerorganisationen. Angesprochen auf die Forderung der Trägerorganisationen nach einer interministeriellen Arbeitsgruppe über die Frage der künftigen Personalausstattung verwies Mikl-Leitner auch darauf, dass die "Grundsatzentscheidung" über die Beibehaltung der Wehrpflicht und damit des Zivildienstes im Jänner fallen werde. Und darauf, dass sie mit Hundstorfer ohnehin im Gespräch sei.

Aber der Zivildienst sei als mittlerweile tragende Säule des Sozialsystems nicht ersetzbar, bekräftigte sie die Position der ÖVP. Also werde sie "den Menschen keinen Sand in die Augen streuen". Wer meine, dass es eine Alternative gibt, müsse diese vorlegen und erklären, wie man sie finanzieren kann. Das Modell Hundstorfers, das er am Donnerstag mit den Trägerorganisationen besprechen will, werde sie sich "anschauen".

Mikl-Leitner hat die größeren Trägerorganisationen in zwei Runden ins Ministeriums geladen, um sie über "Zahlen, Daten und Fakten" zu informieren. Am Freitag waren Rotes Kreuz, Arbeitersamariterbund, Lebenshilfe, Caritas, Johanniter, Diakonie, Volkshilfe und Hilfswerk dran, am Montag u.a. der Bundesfeuerwehrverband, Grünes Kreuz, Kinderfreunde, der Fonds Soziales Wien und SOS-Kinderdorf.