Erstellt am 06. Mai 2014, 08:43

Muttertag: Schenken will gelernt sein. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft - und Männer in einer Beziehung sollten dies tunlichst beherzigen.

Symbolbild, Pixabay.com
Auch am Muttertag erwarten die meisten zu Ehrenden vom Erzeuger der Sprösslinge eine Aufmerksamkeit. Und diese sollte für Freude und keinesfalls für Ärger sorgen. Ein Ziel, das nicht immer erreicht wird ...

Im Internet sind zahlreiche Foren zu finden, in denen sich Frauen zu Recht über jene Dinge beschweren, die sie von ihrem (danach baldigen) "Ex" bekommen haben. Ob Mutter-, Geburts-, Jahrestag oder sonstige Jubiläen, mit Blumen kann man wenig falsch machen, oder vielleicht doch?

Allergisch gegen Rosen

In fünf Jahren zweimal Blumen zu bekommen, schön und gut. Aber beim ersten Mal bekam der Ex-Freund von seiner Mutter gesagt, er solle ihr eine Rose schenken weil das nett sei, was er auch noch erzählte. "Und beim zweiten Mal hatten sie im Supermarkt gratis Rosen verteilt, da Muttertag war...."

"Mein Ex hat mir jedes Mal Blumen gekauft", beschwerte sich hingegen eine andere Dame. Dabei hatte sie ihm mehrmals gesagt, dass sie allergisch dagegen ist. Sie hatte sogar ein Praktikum bei einem Floristen abgebrochen, weil sie Nasenbluten bekam. "Meine ehemalige Freundin hatte immer gesagt, dass wäre doch süß. Jetzt ist sie mit ihm zusammen....", so das Resümee der Ex.

Nach der Trennung bekam eine andere Unzufriedene eine rote Plastikrose von der Tankstelle, die man öffnen konnte. Darin war Platz für einen Ring - sie bekam das "geschmackvolle" Präsent jedoch ohne Inhalt.

Falsche Duftnoten vermeiden

Ein weiterer Dauerbrenner kann ebenfalls zu Unstimmigkeiten führen: "Mein Ex hat mir zu meinem Geburtstag ein Parfüm geschenkt. An sich ja noch nichts Schlimmes. Doch als ich es aufgesprüht hatte, meinte er nur noch: 'Komisch, an meiner Arbeitskollegin riecht das viel besser'."

Wie wäre es dann mit Schmuck, etwa einer Kette mit Sternzeichenanhänger, obwohl die Herzensdame bekannterweise nichts von Astrologie hält? Man könnte doch auf der Rückseite etwas Romantisches eingravieren lassen. Dann sollte man jedoch die englische Orthografie beherzigen: Denn "For Ever Lowe" ist ein wenig peinlich.

Gar nicht gut kommen praktische Geschenke an: Eine Frau bekam zu ihrem Geburtstag eine Glühbirne mit den Worten überreicht : "Deine im Bad ist doch kaputt. Jetzt kannst du dich wieder Schminken."

NoGo: Haushaltsgeräte

Ein Dampfbügeleisen zum Valentinstag ist ohnehin ein No-Go. Doch der Kommentar "im Schlafzimmer liegen auch gleich ein paar Hemden, die gebügelt werden müssten" setzte dem Ganzen noch die Krone auf. Die Betroffene nahm es aber mit Humor: "Tja, die Beziehung gibt's nicht mehr, das Bügeleisen leistet mir aber immer noch gute Dienste."

Wer bekommt von seinem Ex in spe schon gerne ein Buch mit Haushaltstipps - zusammen mit der Bemerkung "für die schlechteste Hausfrau der Welt"?

Auf Undankbarkeit stießen auch mehrere Reiben und ein Fleischhammer, bei einer anderen Beschenkten ein Schneidbrett. Heftige Reaktionen aufgrund panischer Angst löste eine sehr echt aussehende Gummispinne aus.

Falsches Geschenk als Trennungsgrund

Das Kunststück, seine Freundin gleich mehrmals mit ein und dem selben Präsent zu verärgern, gelang jenem Tölpel, der dieser seinen alten Spielecontroller schenkte, den er bereits jahrelang benutzt hatte. Schon nach drei Tagen borgte er ihn sich wieder aus und danach einem Kollegen. Ein paar Monate später fragte er dann noch allen Ernstes, ob dieser ihn behalten dürfe.

Mit Tränen und einem riesigen Streit endete ein anderer angeblicher Jubeltag: Ein "Geschenk-Opfer" bekam von seinem Ex einen viel zu kleinen Body und musste sich auch noch die Schuld geben lassen, weil das Teil nicht passte.

Und in Sachen Ekelfaktor kaum zu überbieten ist jener Mann, der seiner Freundin gestand, vor ihrer Beziehung im Internet getragene Tangas bestellt zu haben. Gewaschen wollte er sie ihr dann auch noch schenken. Auch dieses Paar hat sich schnell getrennt.

Nach neun Jahren war auch bei einer anderen Frau Endstation in Sachen Zweisamkeit. Einmal hatte ihr Freund nicht auf den Geburtstag vergessen: "Also, an diesem Tag hatte er sogar dran gedacht und schenkte mir (Trommelwirbel!): Dass er mit mir Schluss machte." Endlich einmal etwas Sinnvolles.

Weil sie einmal erwähnt hatte, dass sie gerne ein gezeichnetes Bild von sich hätte, ließ ein Mann das Foto des Pärchens abmalen. Und die Freude ist bis heute wirklich groß. Weiter dachte der Künstler: "Er meinte dann noch zu mir, falls mal irgendwas vorfällt, radiert er gegen einen geringen Obolus meinen Freund raus und malt jemanden meiner Wahl da hin." Bis dato war dies aber noch nicht notwendig.