Erstellt am 08. November 2013, 12:59

Neues Gesangs- und Gebetbuch für Katholiken. Österreichs Katholiken erhalten nach beinahe 40 Jahren ein neues Gesangs- und Gebetbuch.

 Der Wiener Erzbischof und Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn, präsentierte am Freitag das erneuerte "Gotteslob", das in einer Erstauflage von 534.000 Stück das Buch aus dem Jahr 1975 ablöst. Der Liefertermin zum Adventbeginn hält, allerdings nicht in allen Diözesen.

In den Diözesen Wien, Eisenstadt und Gurk erst ab der Fastenzeit 2014

"Es ist, glaube ich, sehr gut gelungen", sagte Schönborn in einer Pressekonferenz nach der Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz zu dem grau gebundenen, 1.296 Seiten starken Buch, das bald in allen Kirchen aufliegen soll.

Die drucktechnischen Probleme in Deutschland bekommt Österreich nur teilweise zu spüren. Der Großteil der Exemplare kommt schon jetzt. In den Diözesen Wien, Eisenstadt und Gurk ist die Einführung aber erst für den Beginn der Fastenzeit 2014 vorgesehen.

Der Wechsel vom alten zum neuen Gotteslob stellt einen tiefen Einschnitt in der liturgischen Praxis in den Gemeinden dar. Neue Lieder, neue Texte und neue Gebete warten auf die Gläubigen, wenn sie das Buch erstmals in der Hand halten werden. Ein gemeinsamer Österreich-Teil - inklusive Liedtexten in den heimischen Volksgruppensprachen - löst die alten Diözesanteile und Ergänzungshefte ab.

Deutschland, Österreich und Südtiroler Bischöfe als Herausgeber

Herausgegeben wird das "Gotteslob" von den Bischofskonferenzen Deutschlands und Österreichs sowie vom Bischof von Bozen-Brixen in Südtirol. 38 Diözesen führen es ein (jene der Herausgeber sowie zusätzlich Lüttich), es gibt 24 Eigenteile (21 in Deutschland, je einer in Österreich, Bozen und Lüttich).

Insgesamt werden 3,6 Mio. Exemplare gedruckt. Der Stammteil umfasst 960 Seiten, die Eigenteile variieren zwischen 240 und 340 Seiten. Rund die Hälfte der Lieder hat eine ökumenische Liedfassung.