Erstellt am 17. Juni 2013, 14:12

Zufriedene Einsatzkräfte räumten das Feld. Nach drei Festival-Tagen im burgenländischen Nickelsdorf haben die am Nova Rock beteiligten Einsatzkräfte ihren Dienst beendet.

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Sowohl Exekutive als auch Rotes Kreuz zeigten sich mit dem Verlauf der Großveranstaltung zufrieden. "Für die Polizei und auch für die Veranstalter ist das Resümee äußerst positiv ausgefallen. Vom Veranstalter aufgrund der Wetterlage und der Besucherzahlen und für die Polizei aufgrund der äußerst wenigen Anzeigen, die wir aufnehmen mussten", so Polizei-Sprecher Michael Takacs am Montag.

"Wenn man bedenkt: 150.000 Besucher stehen dem gegenüber, dass wir nur 170 Delikte zur Anzeige gebracht haben, wobei wir schon während der Veranstaltung mehr als 100 Delikte aufklären konnten", sagte Takacs. 100 Polizisten - uniformiert oder in Zivil - waren im Einsatz, am Gelände gab es eine eigene Polizeiinspektion.

Nach Gesetzesverstößen handelten sich elf Personen eine Anzeige wegen Körperverletzung ein. Ein Teilnehmer wurde wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt vorläufig festgenommen.

Auch 50 Diebstähle - vom Handy bis zur Geldbörse - sowie 22 Einbrüche und eine Brandstiftung wurden registriert. Unter den Angezeigten befindet sich auch vier Männer, die von Security-Mitarbeitern beobachtet wurden, wie sie Rucksäcke voller Diebesgut in ihr Zelt trugen.

"Aus Sicht des Roten Kreuzes ist der Einsatz sehr ruhig und sehr gut verlaufen", berichtete Pressesprecher Thomas Horvath. Bei den vier eingerichteten Stationen - im Camping- und Caravanbereich bzw. bei den Bühnen - waren insgesamt etwas mehr als 3.000 Patienten versorgt worden.

111 Personen wurden ins Krankenhaus Kittsee gebracht. Meist galt es, mittels Röntgen Befunde abzuklären. Die meisten Patienten konnten bald wieder aufs Festivalgelände zurückgebracht werden.

"Aufgrund des schönen Wetters haben wir einige Hitzeerschöpfungen gehabt und natürlich Sonnenbrände, die wir aber vor Ort ganz locker behandeln konnten", schilderte Horvath. Dazu kamen noch Verknöchelungen, einige kleine Schnittverletzungen und leichte Blessuren, die sich Nova Rock-Fans bei Stürzen oder beim Zeltauf-bzw. -abbau zugezogen hatten.

"Es war im Großen und Ganzen ein sehr ruhiges und sehr gutes Festival", meinte Horvath. Das Rote Kreuz war mit rund 120 Sanitätern und acht Notärzten ausgerückt. Ein Sanitäter-Kontingent harrte am Montag auch noch während der Abbauarbeiten am Gelände aus.