Erstellt am 28. Januar 2013, 14:01

ÖAAB stellte mehrere Forderungen für 2013 auf. Der ÖVP-Arbeitnehmerbund ÖAAB möchte in diesem Jahr mehrere Forderungen umsetzen.

Schwerpunkte seien die finanzielle Unterstützung von Familien, Mitarbeiterbeteiligung, die Beschäftigung älterer Dienstnehmer, Gesundheitsvorsorge und die Einführung eines Zeitwertkontos, sagten ÖAAB-Chefin Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Generalsekretär August Wöginger bei einer Pressekonferenz am Montag.

Auf dem Zeitwertkonto sollen Arbeitnehmer Überstunden, Zulagen, Prämien oder andere Sonderzahlungen ansparen und diese später verbrauchen oder sich auszahlen lassen können. Als weiteren Schwerpunkt für dieses Jahr nannte Mikl-Leitner Maßnahmen zur Vermeidung von Burn-out. Der ÖAAB setzt hier einerseits auf betriebliche Vorsorge und anderseits auf eine bessere Wiedereingliedrung im Falle einer Erkrankung.

Den Fokus richten will der ÖVP-Arbeitnehmerbund auch auf ältere Arbeitnehmer und das Ziel, diese möglichst lange im Arbeitsprozess zu halten. Man will, dass sich das tatsächliche Pensionsantrittsalter dem gesetzlichen anpasst. Längeres Arbeiten sei die bessere Antwort auf die demografische Entwicklung als Pensionskürzungen oder Erhöhungen der Pensionsbeiträge. Konkret schlägt der ÖAAB ein Bonus-Malus-System vor. Betriebe, die überdurchschnittliche viele über 50-Jährige beschäftigen, sollen weniger Lohnnebenkosten zahlen. Jene, die wenige Ältere beschäftigen, sollen Pönalen zahlen. Weiters soll die Zuverdienstgrenze für geringfügigbeschäftigte Pensionisten fallen und die Altersteilzeit ausgebaut werden.

Mikl-Leitner wünscht sich auch einen Ausbau der Mitarbeiterbeteiligung und der Rehabilitationsplätze für Kinder. Familien und Kinder sind überhaupt ein weiterer Schwerpunkt des ÖVP-Arbeitnehmerbundes. Die schwarzen Arbeitnehmervertreter wollen weitere steuerliche Begünstigungen für Familien mit Kindern wie ein Existenzminimum von 7.000 Euro für jedes Kind. Eine Streichung von Steuervorteilen für Familien, wie von der SPÖ gefordert, ist für Mikl-Leitner ein "absolutes No-Go". Stattdessen soll die Familienbeihilfe reformiert und alle Familienleistungen gemäß der Inflation angepasst werden, letzteres allerdings erst, wenn das Budget saniert ist.