Erstellt am 26. März 2013, 13:36

Österreich fällt in EU-Innovationsranking zurück. Österreich ist im jährlichen EU-Innovationsranking auf den neunten Platz zurückgefallen.

Noch vor drei Jahren lag die Alpenrepublik auf dem sechsten Platz, im Vorjahr rangierte Österreich auf dem achten Rang. Spitzenreiter unter den 27 EU-Staaten ist wie in den vergangenen Jahren Schweden, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit.

Schlusslicht innerhalb der EU ist Bulgarien. Noch besser als Schweden liegt das Nicht-EU-Land Schweiz, das die Innovation in Europa anführt. Auch Südkorea, die USA und Japan haben nach Angaben der EU-Kommission weiterhin einen Innovationsvorsprung vor der EU. Der Vorsprung Südkoreas nimmt demnach zu, während die EU den Rückstand gegenüber den USA und Japan seit 2008 zur Hälfte aufgeholt hat, erklärte die EU-Behörde. Die EU sei innovativer als Australien, Kanada, Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

Die Innovationsleistung in der EU verbesserte sich zwar trotz der Wirtschaftskrise von Jahr zu Jahr, erklärte die EU-Kommission. Doch gleichzeitig habe sich die Kluft zwischen den EU-Staaten bei Innovationen vertieft.

Hinter Schweden weisen Deutschland, Dänemark und Finnland die besten Leistungen auf. In der Gruppe der "Innovationsfolger" sind dann die Niederlande, Luxemburg, Belgien, Großbritannien, Österreich, Irland, Frankreich, Slowenien, Estland und Zypern.

Nur mäßige Innovatoren sind Italien, Spanien, Portugal, Tschechien, Griechenland, die Slowakei, Ungarn, Malta und Litauen. Sie liegen alle in ihrer Innovationsleistung unter dem EU-Durchschnitt. Weit unter dem Schnitt liegen Polen, Lettland, Rumänien und Bulgarien.

Für EU-Industriekommissar Antonio Tajani zeigen die Ergebnisse, "dass die Wirtschaftskrise die Innovationstätigkeit in einigen Teilen Europas negativ beeinflusst hat. Wir müssen in Innovation investieren, wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt bewahren und das Wachstum in Europa wiederherstellen wollen", mahnte er.