Erstellt am 24. Oktober 2012, 17:01

Österreicher sind wieder länger krank. Österreichs Arbeitnehmer waren im Vorjahr öfter krank. Durchschnittlich befanden sie sich 13,2 Tage im Krankenstand, 2010 waren es 12,9 Tage. Das ging aus einem Bericht des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger hervor.

Frauen sind demnach häufiger krank als Männer, öffentlich Bedienstete bleiben der Arbeit öfter fern als Arbeiter und Angestellte und Zufriedenheit mit dem Chef hält gesund.

Geändert hat sich das Bild der Krankenstände. Während die Arbeitsunfälle und damit Verletzungen in den vergangenen Jahren zurückgingen, steigt der Anteil der Atemwegserkrankungen. 2011 ging schon jeder fünfte Krankenstandstag auf diese Diagnose zurück.

Geprägt ist die Statistik von Krankheiten des Skeletts, der Muskeln, des Bindegewebes und der oberen Atemwege, die zusammen knapp 40 Prozent aller Krankenstandstage ausmachen. Auch psychische Erkrankungen sind weiter am Vormarsch. Gegenläufig ist der Trend bei den Verletzungen durch Unfälle am Arbeitsplatz. Das Unfallrisiko war im Vorjahr nur noch halb so groß wie Mitte der 1990er-Jahre.

Trotzdem sind Arbeiter noch deutlich öfter im Krankenstand als Angestellte, nämlich im Verhältnis 16,5 zu 10,5 Tage. Allerdings schließt sich die Schere langsam. Bundesbeamte wiederum fehlen besonders oft. Schließt man Kurzkrankenstände aus, hatten öffentlich Bedienstete des Bundes im Jahr 2010 eine um sieben Prozent höhere Krankenstandsquote als Arbeiter und Angestellte zusammen

Nicht allzu groß ist der Abstand zwischen Männern und Frauen, wobei letztere 13,5 Tage dem Job fernblieben, Männer 12,9 Tage. Erstaunlich sind die regionalen Unterschiede. In Salzburg ist ein Beschäftigter 10,4 Tage krank, im Bereich der niederösterreichischen Krankenkasse dagegen 14,9 Tage.