St. Margarethen im Burgenland

Erstellt am 07. Juli 2016, 10:22

von Werner Müllner

„Amore“ im Römersteinbruch St. Margarethen. Italo-Flair und Fifties-Romantik in St. Margarethen: „Der Liebestrank” begeistert mit Humor und Gesang im bunten Bühnenbild.

Mit einer flotten Tanzeinlage startete die Oper im Römersteinbruch St. Margarethen am Mittwoch in den Festivalsommer. Intendantin Maren Hofmeister setzt mit ihrem Team heuer auf Donizettis schwungvolles Stück „Der Liebestrank“. Das Publikum dankte es am Premierenabend mit frenetischem Applaus.

In der Inszenierung von Philipp Himmelmann dreht sich alles um den titelgebenden Liebestrank, der im charmanten Retro-Flair für allerlei romantische Verstrickungen sorgt. Das zeigt sich allein schon am Wort „Amore“, das in roten Lettern über dem Steinbruch  prangt. Hervorragend in ihren Hauptrollen: Elena Sancho Pereg als vielfach umworbene Adina, Esther Dierkes in der Rolle der Giannetta, Tamás Tarjányi als Nemorino, Andrei Bondarenko als Belcore und Uwe Schenker-Primus als herausragender Dulcamara.

Schwungvolle Oper auf der Wurlitzer-Bühne

Für Begeisterung sorgte vor allem auch die Ausstattung: Auf der von Raimund Bauer entworfenen Bühne, die einem überdimensionalen Wurlitzer nachempfunden ist, tanzt und singt das Ensemble im Fifties-Outfit. Der Liebestrank wird schließlich von einer ebenso bunten Truppe serviert, die einem waschechten Hippie-Bus entsteigt.

Hinter der Ruffinibühne ist das Symphonieorchester des Slowakischen Rundfunks unter der Leitung von Karsten Januschke am Werk, unterstützt vom Philharmonia Chor Wien. Mit mitreißenden Gesangspartien und Tanzeinlagen wird das Publikum in das Geschehen eingebunden.

Im Stück heißt es zwar „Der Liebestrank wirkt erst morgen.“ Stimmt nicht. Dieser Liebestrank wirkt sofort.

Info:

„Der Liebestrank“ ist auf der Ruffinibühne im Steinbruch St. Margarethen noch bis 19. August zu sehen.

Alle Infos und Karten unter www.arenaria.at