Erstellt am 09. Januar 2012, 11:41

ORF-Redakteure und Betriebsrat beraten Personalien. Im ORF tagen am Montag die Redakteure sowie der Betriebsrat zu den jüngsten Personalbestellungen.

Die ORF-Journalisten wehren sich weiterhin gegen die geplanten Personalia, unter anderem die Bestellung des SPÖ-Stiftungsrats Niko Pelinka zum Büroleiter von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, wie "ZiB"-Redakteurssprecher Dieter Bornemann am Montag sagte.

"Wir haben unseren Ärger bei der Ankündigung am 23. Dezember kundgetan, normalerweise ist der Ärger ja bei Journalisten auch schnell wieder verraucht. In dem Fall ist das nicht so, bei allem, was in den vergangenen zwei Wochen dazu zu lesen war." Nach wie vor haben die Redakteure rechtliche Bedenken gegen das gewählte Prozedere, bei dem die Bestellung Pelinkas noch vor der Ausschreibung bekannt gegeben wurde, wie Bornemann betonte. "Uns stört, dass Generaldirektor Wrabetz jetzt sagt, die Bestellung Pelinkas wäre lediglich sein Wunsch gewesen.

In der OTS-Aussendung steht aber ganz klar: 'Neuer Büroleiter wird der bisherige Stiftungsrat Nikolaus Pelinka.' Das ist kein Wunsch, sondern eine klare Ansage und das ohne Ausschreibungsverfahren." Für die Redakteure ist dies ein zentraler Punkt: "Das wird auch der rechtliche Haken sein, den wir nutzen wollen, um die Bestellung zu verhindern." Wrabetz wiederum hatte in Interviews am Sonntag erneut die Personalentscheidung verteidigt und diese als seinen Wunsch bezeichnet. Allerdings werde man die gesetzlichen Bestimmungen einhalten, hatte der Generaldirektor betont.

Auch der ORF-Zentralbetriebsrat tagt am Montag zu den Personalbestellungen. "Dabei wird es vor allem darum gehen, arbeitsrechtliche Fragen und Verstöße gegen die Arbeitsverfassung und das ORF-Gesetz im Detail zu analysieren und entsprechende Schritte vorzubereiten", sagte Zentralbetriebsratschef Gerhard Moser in der Vorwoche. Nicht nur um Pelinka, sondern auch um andere Personalia werde es gehen.