Erstellt am 21. Januar 2014, 19:42

Papst fordert gerechtere Verteilung des Wohlstands. Papst Franziskus hat an Wirtschaftslenker und Spitzenpolitiker appelliert, sich für eine gerechtere Verteilung des Wohlstands einzusetzen.

Sie hätten eine "klare Verantwortung gegenüber anderen, vor allem denjenigen, die am zerbrechlichsten, schwächsten und verwundbarsten sind", sagte der Papst in einer Botschaft an die Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos, die am Mittwoch beginnt.

"Es ist nicht hinnehmbar, dass Tausende von Menschen weiterhin jeden Tag an Hunger sterben, obwohl erhebliche Mengen an Nahrung verfügbar sind und oft einfach verschwendet werden", mahnte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Die Botschaft wurde von Kurienkardinal Peter Turkson als Sondergesandtem des Papstes an den WEF-Präsidenten Klaus Schwab überbracht und Dienstagabend vom WEF veröffentlicht.

Soziale Gerechtigkeit ist eines der wichtigsten Themen der 44. WEF-Jahrestagung. Einer WEF-Studie zufolge gehören die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit sowie weiter wachsende Kluft zwischen Arm und Reich in vielen Ländern zu den potenziell größten Gefahren für die Weltwirtschaft.

Um derartige Probleme anzugehen, sei "ein erneuerter, tiefgreifender und erweiterter Sinn für Verantwortung" nötig, erklärte Papst Franziskus. Die internationale Geschäftswelt müsse "sicherstellen, dass Wohlstand der Menschheit dient, anstatt sie zu beherrschen".