Erstellt am 15. März 2013, 10:03

Papst verbrachte ruhige Nacht und trifft Kardinäle. Franziskus I. hat seine zweite Nacht im vatikanischen Gästehaus Santa Marta verbracht, in dem er bis zur Restaurierung der päpstlichen Wohnung im Apostolischen Palast leben wird.

 |  NOEN, CIRO FUSCO (ANSA)
Laut italienischen Medien verbrachte er eine "ruhige Nacht". Der erste lateinamerikanische Pontifex in der Geschichte der Kirche trifft am Freitag um 11.00 Uhr in der Sixtinischen Kapelle mit allen Kardinälen zusammen, auch denjenigen, die sich nicht an der Papst-Wahl beteiligt hatten.

"Es wird sich um ein familiäres Treffen handeln, bei dem die Kardinäle dem neuen Papst ihre Verbundenheit zum Ausdruck bringen werden", berichtete der vatikanische Pressesprecher, Pater Federico Lombardi. Am Donnerstag hatte der neue Papst in der Sixtinischen Kapelle einen Gottesdienst mit den 114 Papstwählern, darunter dem Wiener Erzbischof Christoph Schönborn, zelebriert.

Am Samstag wird Franziskus in der Aula Nervi Journalisten treffen. Am Sonntag wird er sein erstes Angelus-Gebet sprechen. An dem Angelus werden sich voraussichtlich bis zu einer Million Pilger beteiligen, wie italienische Medien berichteten. In Rom wurden strenge Sicherheitsvorkehrungen für den erwarteten Massenansturm von Gläubigen ergriffen.

Am Dienstag wird Franziskus dann mit einem feierlichen Gottesdienst um 9.30 Uhr in sein neues Amt eingeführt. Bei der Messe werden Delegationen aus der ganzen Welt und viele Staats- und Regierungschefs anwesend sein. Aus Österreich haben Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Außenminister Michael Spindelegger (V) ihre Teilnahme bereits zugesagt.

Bei dem Gottesdienst erhält Franziskus die Insignien der päpstlichen Macht, unter anderem das Pallium, eine Art Stola, und den Fischerring. Demnächst will er sich auch mit seinem Vorgänger treffen, wie Vatikan-Sprecher Lombardi ankündigte. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat sich nach Castel Gandolfo zurückgezogen. Joseph Ratzinger war aus Altersgründen am 28. Februar zurückgetreten.